Wegen Manipulation einer Homöopathie-Studie steht die australische Gesundheitsbehörde weiter unter Druck

Der australische Nationale Rat für Gesundheit und medizinische Forschung (National Health and Medical Research Council, NHMCR) hatte vor drei Jahren eine Übersichtsstudie (Review) zur Homöopathie mit dem Ergebnis veröffentlicht, Homöopathie wirke nicht besser als Placebo. Dieses Ergebnis ging auch in Deutschland durch viele Medien. Bis heute wird dieses Review als ein Beleg für die Unwirksamkeit der Homöopathie angeführt.  Dem Londoner Homeopathic Research Institut (HRI) waren viele Ungenauigkeiten in dem Bericht aufgefallen und sie begannen die Hintergründe aufzudecken. Einen Überblick zu Homöopathie-Studie finden Sie hier.

Jetzt wurde bekannt, dass das NHMRC erstmals selber von wissenschaftlichen Unstimmigkeiten bei dem Review sprach. Doch Dr. Alexander Tournier, Direktor des Londoner  HRI, relativierte auf Nachfrage des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH) die Äußerungen des NHMRC. Die Behörde „hat nichts zugegeben, was wir nicht bereits gewusst haben oder was nicht bereits gesagt wurde“, so Tournier.  Jedoch wertet Tournier es als positiv, dass die Behörde überhaupt antwortet – und vor allem, auf welche Fragen es keine Antworten gibt.

Release the First Report

Zentrales Ergebnis der HRI-Recherche ist: Das Review wurde zweimal durchgeführt! Da das erste Review nicht die gewünschten Ergebnisse gezeigt hatte, wurde ein zweites erstellt. Die Existenz des ersten Berichtes wurde der Öffentlichkeit aber zunächst verschwiegen. Nun wird die Veröffentlichung dieses Reviews gefordert. Mit Hilfe einer internationalen Petition soll der Druck auf die australische Regierung erhöht werden. Dr. Alex Tournier ruft dazu auf, diese Petition zu unterschreiben. 

 

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