Als ich einmal sehr krank war – eine kleine Geschichte für Susannchen und andere Kinder

Hallo, liebe Kinder, ich heiße Lemna und bin eine Wasserlinse. Ich bin zwar ziemlich klein, aber ich habe sehr viele Geschwister. Vielleicht hast Du mich schon mal gesehen: manchmal spielen wir miteinander in Teichen oder Tümpeln und bilden dann zusammen einen großen grünen Teppich, der auf dem Wasser schwimmt. Die Menschen sagen dann „Entengrütze“ zu uns. Wir sind zwar sehr klein, aber wir sind ziemlich nützlich: wir fressen nämlich die Algen, die das Wasser sehr trüb und glitschig machen.

Manchmal interessieren sich auch Wissenschaftler für uns und machen mit uns ihre Experimente. Diese klugen Menschen glauben nur an das, was sie anfassen können, und wenn sie mit einem Experiment fertig sind, dann malen sie Kurven und Zahlen auf ihr Papier und sagen, sie hätten etwas ganz Wichtiges entdeckt. Wenn man uns in ihrer Wissenschaft am Ende gar nicht mehr sehen kann, dann nennen sie das Evidenz (oder so ähnlich).

Einmal haben solche Wissenschaftler eine ganze Handvoll von uns in einen Topf mit Wasser geschüttet. Das war schön, weil das Wasser ganz frisch war und sauber. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Aber dann haben sie was in unser Wasser getropft.  Das war Arsen. Das ist giftig, man kann damit sogar Ratten töten. Auf einmal hat es auf unserer Haut gebrannt, uns wurde furchtbar übel (viele von uns mussten sogar kotzen oder bekamen Durchfall), ich hatte auf einmal große Angst, dass ich jetzt sterben muss.

Als wir alle schon ziemlich arg krank waren haben sie immer 3 von uns genommen und in ein kleines Glasröhrchen mit frischem Wasser gesteckt. Durch die Glaswände konnten wir uns sehen, es waren sehr viele kleine Glasröhrchen. Einen Teil davon haben sie dann rechts, den anderen Teil links auf den Tisch gestellt. Und in jedes haben sie wieder etwas hineingetropft, ich hatte schon Angst, dass es wieder so brennt. Aber es war diesmal gar nicht so schlimm. Ich stand auf der rechten Tischseite, und bald ging es mir wieder besser, ich fühlte mich wieder kräftiger, die Übelkeit verschwand. Auch meinen beiden Geschwistern in meinem Glas fühlten sich rasch wieder wohl. Ich konnte auch sehen, dass sich auf der rechten Tischseite alle meine Schwestern und Brüder gut erholt haben, aber die anderen auf der linken Seite des Tisches blieben noch ziemlich lange krank und wurden nur langsam wieder gesund.

Die Wissenschaftler haben das alles fotografiert: wie es den einen ziemlich schnell und den anderen sehr langsam wieder besser ging. Ich habe nicht verstanden, warum die Fotos von uns gemacht haben.  Ich war aber froh, dass ich auf der rechten Seite vom Tisch war. Noch Tage später hab ich mir überlegt, warum ich so viel Glück hatte und schnell wieder gesund wurde. Aber ich bin eben nur eine kleine grüne Wasserlinse, die von Wissenschaft nichts versteht.

Später hat mir einer von den klugen Menschen verraten, dass wir ihm sehr geholfen hätten. Wir auf der rechten Tischseite hätten nämlich eine Arznei bekommen, die sei homeotisch oder so ähnlich. Und diese Arznei habe uns so rasch wieder gesund werden lassen. Meine Geschwister auf der linken Tischseite haben aber bloß leeres Wasser bekommen ohne Arznei drin, deshalb hat es bei denen länger gedauert. Juhu, hab ich ein Glück gehabt, dass ich Homeotie gekriegt habe. Das wirkt nämlich besser als Wasser, in dem sonst nix drin ist.

Der kluge Mensch hat mir dann noch verraten, dass andere Wissenschaftler nicht daran glauben und von dem Test mit uns auch nix wissen wollen. Aber wenn sie das nicht erfahren, dann können sie doch gar  nicht verstehen, dass Homeotie so gut hilft. Liebes Susannchen, verstehst Du das? Sind diese Wissenschaftler wirklich so schlau wie alle denken oder haben die vielleicht Tomaten vor der Linse? Ich bin froh, dass ich das nicht verstehen muss, und weißt Du was: ich freu mich schon darauf, dass ich bald wieder als Entengrütze auf einem Teich schwimmen darf!

Machts gut, Kinder, und denkt an uns kleine grünen Wasserlinsen!

Autor: Dr. med. Ulf Riker, Internist / Homöopathie, München

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