AUSBILDUNG VON HOMÖOPATHISCHEN ÄRZTEN UND HEILPRAKTIKERN.


Ärzte
Die Zusatzbezeichnung Homöopathie wird von den Ärztekammern vergeben und ist ein offizieller Titel. Voraussetzung ist die Approbation zum Arzt und bei den meisten Ärztekammern auch die Facharztausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss darf die Bezeichnung Homöopathie auf das Praxisschild geschrieben werden. Die Weiterbildung dauert berufsbegleitend etwa 1,5 Jahre. Über 7000 Ärztinnen und Ärzte haben die Zusatzbezeichnung Homöopathie bereits absolviert.
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Viele Ärzte entschließen sich zu einer weitergehenden Ausbildung, dem Homöopathie-Diplom des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Die Diplom-Ausbildung geht deutlich über die Inhalte der Zusatzbezeichnung hinaus, entsprechend dauert die Ausbildung auch drei Jahre. Eine Besonderheit ist: Das Diplom wird nicht auf Lebenszeit verliehen. Der Inhaber muss es alle fünf Jahre verlängern und sich dafür kontinuierlich fortbilden.
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Heilpraktiker
Die Möglichkeit einer Ausbildung in klassischer Homöopathie wird von privaten Schulen angeboten. Vielfach finden dort mehrjährige Kurse statt, die alle theoretischen Grundlagen der Homöopathie beinhalten. Beginnend mit Hahnemanns Organon über verschiedene Materia Madica bis hin zu den heute gebräuchlichen Repertorien.
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Um eine möglichst hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, hat der Berufsstand in Eigeninitiative zwei Zertifizierungsorgane ins Leben gerufen: Die unabhängige Stiftung Homöopathie-Zertifikat sowie die Qualitätskonferenz des BKHD. Ausbildungen an den jeweils zertifizierten Schulen haben ein Curriculum und eine festgelegte Stundenzahl. Es stehen insgesamt 1800 Stunden Unterricht und Heimstudium auf dem Programm. Ergänzend werden Life Anamnesen durchgeführt oder Videofälle bearbeitet. Wo immer möglich ist die Mitarbeit in einer Lehrpraxis teil der Ausbildung. Darüber hinaus verpflichtet sich der Absolvent nach bestandener Prüfung zu einer dreijährigen Supervision um sich kontinuierlich fortzubilden.
Therapeutenliste
In die BPH-Therapeutenliste werden nur Therapeuten aufgenommen, die nachweislich eine der hier besprochenen Homöopathie-Weiterbildungen (DZVhÄ, BKHD, SHZ) absolviert haben.
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