Acidum phosphoricum

(Phosphorsäure)

Die Patienten fühlen sich emotional und körperlich ausgelaugt, Erschöpfungszustand durch (plötzlichen) Kummer, zehrende Krankheit mit häufigem Schwitzen und allgemeinem Schwächegefühl, blasses und krankes Aussehen. Der „Acidum phos.-Patient“ ist lustlos, kommt kaum noch in Gang; alles ist zu anstrengend, Kopfschmerzen nach innen drückend im Scheitelbereich. Wenig Appetit, jedoch ein auffallendes Verlangen nach frischem Obst, insbesondere nach (frisch gepressten) Fruchtsäften. Häufig große Mengen Durchfall, der Durchfall schwächt den Patienten aber nicht, häufiges Wasserlassen, besonders in der Nacht, Schwäche in der Brust vom Sprechen oder Husten, Haarausfall und frühzeitiges Ergrauen. Das Mittel passt gut bei schnell wachsenden, blassen Jugendlichen, die Kummer mit sich tragen. Sie können sich schlecht konzentrieren. Nach körperlicher Anstrengung treten ziehende Schmerzen in den Knochen oder Knochenhautentzündungen auf. Den Patienten wird leicht schwindelig, sie haben das Gefühl im Rücken durchzubrechen, wenn sie länger stehen müssen, sie stolpern häufig und knicken leicht um.

Verschlechterung: schon durch leichte körperliche Belastung, Lärm, Kälte Unruhe, Reizüberflutung (Fernsehen, Musik etc.)

Besserung: durch Schlaf, Ruhe, Wärme; aber auch Besserung der Schmerzen und des Allgemeinbefindens durch Bewegung

Acidum nitricum

(Salpetersäure)

Die Haut an den Übergängen zur Schleimhaut ist entzündet und eingerissen. An den erkrankten Stellen kommt es zu splitterartigen heftigen Schmerzen. Bei Rissen im After (Analfissuren) können die Schmerzen stundenlang nach dem Stuhlgang anhalten. Die Schleimhäute sind geschwollen, es zeigen sich Schleimhautgeschwüre, z.B. Aphten, diese können auch bluten. Patienten haben einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt und neigen zu Durchfall. Sie schlafen schlecht, werden ca. alle 30 Minuten wach, verbringen die Nacht im Halbschlaf, sind mürrisch, reizbar, nervös oder wütend. Über ihre eigenen Zustände können sie in Verzweiflung geraten.

Verschlechterung: Alle Beschwerden werden durch Kälte oder bei heißem Wetter schlimmer. Auch abends und nachts können sich Beschwerden verschlechtern.

Besserung: bei leichter Bewegung

Acidum fluoricum

(oder Acidum hydrofluoricum Flusssäure)

Die Patienten sind mager, trotz guten Appetits, sie sind ständig in Eile oder fühlen sich gehetzt, sie arbeiten gerne körperlich und überlasten dabei ihren Bewegungsapparat, sodass es zu chronischen Knochenhaut- und Gelenkbeschwerden kommt, sie leiden unter Ekzemen (Juckflechten) und können ein gestörtes Wachstum der Finger- und Zehennägel aufweisen.

Verschlechterung: in der Wärme

Besserung: Kälte

Abrotanum (Eberraute)

Die Patienten sind mürrisch, niedergeschlagen und reizbar. Die Haut im Gesicht sieht schon bei Säuglingen und kleinen Kindern aus wie die dünne, welke Haut eines alten Menschen. Eigenartiges Gefühl, dass der Magen in Wasser schwimmt. Erbrechen großer Mengen stinkender Flüssigkeit, aufgeblähter Bauch, Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab. Zudem können Würmer auftreten (Oxyuren) und die Patienten haben das Gefühl, als würden die Eingeweide absinken. Trockener Husten nach Durchfall, Schmerzen in Schultern und Armen, vor allem aber auch in Hand- und Sprunggelenken, Starke Abmagerung der Beine, Ausschläge im Gesicht, Haarausfall, juckende, rote Hautstellen nach Frosteinwirkung, Frostbeulen.

Verschlechterung: kalte Luft, Unterdrückung von Absonderungen, z.B. Schweiß durch Deodorantien

Verbesserung: Bewegung

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