Acidum nitricum

(Salpetersäure)

Die Haut an den Übergängen zur Schleimhaut ist entzündet und eingerissen. An den erkrankten Stellen kommt es zu splitterartigen heftigen Schmerzen. Bei Rissen im After (Analfissuren) können die Schmerzen stundenlang nach dem Stuhlgang anhalten. Die Schleimhäute sind geschwollen, es zeigen sich Schleimhautgeschwüre, z.B. Aphten, diese können auch bluten. Patienten haben einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt und neigen zu Durchfall. Sie schlafen schlecht, werden ca. alle 30 Minuten wach, verbringen die Nacht im Halbschlaf, sind mürrisch, reizbar, nervös oder wütend. Über ihre eigenen Zustände können sie in Verzweiflung geraten.

Verschlechterung: Alle Beschwerden werden durch Kälte oder bei heißem Wetter schlimmer. Auch abends und nachts können sich Beschwerden verschlechtern.

Besserung: bei leichter Bewegung

Acidum fluoricum

(oder Acidum hydrofluoricum Flusssäure)

Die Patienten sind mager, trotz guten Appetits, sie sind ständig in Eile oder fühlen sich gehetzt, sie arbeiten gerne körperlich und überlasten dabei ihren Bewegungsapparat, sodass es zu chronischen Knochenhaut- und Gelenkbeschwerden kommt, sie leiden unter Ekzemen (Juckflechten) und können ein gestörtes Wachstum der Finger- und Zehennägel aufweisen.

Verschlechterung: in der Wärme

Besserung: Kälte

Abrotanum (Eberraute)

Die Patienten sind mürrisch, niedergeschlagen und reizbar. Die Haut im Gesicht sieht schon bei Säuglingen und kleinen Kindern aus wie die dünne, welke Haut eines alten Menschen. Eigenartiges Gefühl, dass der Magen in Wasser schwimmt. Erbrechen großer Mengen stinkender Flüssigkeit, aufgeblähter Bauch, Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab. Zudem können Würmer auftreten (Oxyuren) und die Patienten haben das Gefühl, als würden die Eingeweide absinken. Trockener Husten nach Durchfall, Schmerzen in Schultern und Armen, vor allem aber auch in Hand- und Sprunggelenken, Starke Abmagerung der Beine, Ausschläge im Gesicht, Haarausfall, juckende, rote Hautstellen nach Frosteinwirkung, Frostbeulen.

Verschlechterung: kalte Luft, Unterdrückung von Absonderungen, z.B. Schweiß durch Deodorantien

Verbesserung: Bewegung

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