Erkrankungen der Ohren

Allgemeines: Da sich Ohrenerkrankungen oft hochakut und plötzlich entwickeln, sind lange Anamnesen im klassisch homöopathischen Stil oft nicht möglich. Die Symptomatik erfordert ein schnelles Handeln. Da es viele bewährte Indikationen zum Einsatz homöopathischer Arzneien bei solchen Erkrankungen gibt, sollten wir nicht zögern, diese Erfahrungen für die Therapie zu nutzen.

Mittelohrentzündungen gehören allerdings möglichst schnell in die Hand von Fachkundigen, die neben ihrer Fachkenntnis auch über geeignete Geräte zur Beobachtung des Therapieverlaufs verfügen. Erste medikamentöse Hilfe ist jedoch auch durch Selbstbehandlung angezeigt, denn diese Entzündungen zeigen oft ihren Höhepunkt mit stechenden klopfenden Schmerzen in der Nacht, wenn die Praxen geschlossen sind. Haben Sie eine homöopathische Hausapotheke, ist bestimmt Belladonna, die Tollkirsche, darin, ein Allroundmittel bei akuten Ohrenschmerzen. Die Potenz spielt in einem so akuten Fall eine untergeordnete Rolle.

Außerdem helfen Wärmeanwendungen, wenn Unterkühlung eine Rolle bei der Erkrankung spielte. Die Erkrankten mögen eine Wärmflasche an den kalten Füßen und warme Wickel in der Halsregion (heiße zerdrückte Kartoffeln im Leinentuch oder im Handschuhwaschlappen). Manche Patienten brauchen Schal und Mütze sogar im Bett.

Zwiebelpäckchen (gehackte Zwiebeln im Stoffsäckchen), auf das Ohr gelegt, können durch ihre Ausdünstungen die Belüftung des Mittelohres begünstigen und den Schmerz lindern. Bei äußerlichen hochroten Entzündungen der Ohrmuschel sind Wärmepackungen an diesen Stellen nicht sinnvoll. In den meisten Fällen weiß der Betroffene selbst, wo ihm Kälte oder Wärme gut tut. Danach sollten wir uns richten.

Bei anhaltenden Beschwerden ist ein fachkundiger Therapeut aufzusuchen.

Innenohrerkrankungen muss immer der Facharzt behandeln.

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Font Resize