VERLETZUNGEN.


Verletzungen
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Wenn nicht anders beschrieben ist die empfohlene Potenz C 12. Bitte lesen Sie sich vor einer Behandlung unsere Tipps für die Selbstmedikation durch.
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Verletzungen des Kopfes
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Schädelprellung / Gehirnerschütterung
Arnica montana, der Bergwohlverleih, ist bei dieser Art der Kopfverletzung das wichtigste Mittel. Nach Stürzen vom Fahrrad, auf der Treppe oder vom Pferd, bei denen der Kopf kräftig auf harten Untergrund aufgeschlagen ist, sollte so schnell wie möglich Arnica D12 gegeben werden. Typisch ist, dass der der Verletzte Helfer abwimmelt und ihre Hilfe zunächst ablehnt, schickt er den Arzt oder andere Helfer mürrisch mit der Begründung weg, es gehe ihm „blendend“, können Sie ziemlich sicher sein, dass Arnica das passende Mittel ist.
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Hypericum perforatum, das Johanniskraut, ist als zweites Mittel bei Stürzen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wichtig. Generell gilt es als das Heilmittel bei Verletzungen nervenreichen Gewebes (z.B. Quetschung der Finger, der Zehen. Sturz auf das Steißbein, Nervenschmerz nach Zahnextraktion etc.). Der „homöopathische Volksmund“ bezeichnet Hypericum auch als „das Arnica der Nerven“. Diese Umschreibung macht die Bedeutung von Hypericum in der Behandlung von Verletzungen der Nervenstrukturen, in diesem Fall von Gehirnerschütterungen, deutlich.
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Zum Arzt: Diese Verletzungen müssen sofort ärztlich behandelt werden.
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Verletzungen der Augen
Zunächst muss, wie bei allen anderen Verletzungen auch, unterschieden werden, ob es sich um eine Verletzung durch einen stumpfen Gegenstand (bzw. Aufprall, Schlag auf das Auge) oder aber um ein durch einen spitzen Gegenstand ausgelöstes Trauma handelt.
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Arnica montana, der Bergwohlverleih. Bei stumpfen Verletzungen des Auges kommt zunächst wieder Arnica zum Einsatz. Zwar fehlt häufig im Rahmen der Augenverletzung der für das Mittel typische „Zerschlagenheitsschmerz“, aber es handelt sich um ein stumpfes Aufpralltrauma mit einhergehender Gewebeverletzung und Blutergussbildung. Die Augen liegen eigentlich gut geschützt in der knöchernen Orbita (Augenhöhle); Aufpralltraumata (wie der Schlag frontal auf das Auge oder der Aufprall eine Squashballs) können jedoch durch die knöchernen Strukturen häufig nicht genügend abgefangen werden.
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Symphytum officinale, der Beinwell. Sollte es bei einer stumpfen Augenverletzung keine Blutung gegeben haben oder ist der Bluterguss abgeheilt und dennoch ein Prellungsgefühl zurückgeblieben, so kommt Symphytum officinale in Frage. Charakteristisch für das Mittel ist ein Schmerz, der vom Auge ausgehend am Nasenbein herabzieht.
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Zum Arzt: Mit Augenverletzungen ist nicht zu spaßen! Verabreichen Sie oben genannte Arzneien nach stumpfem Trauma in jedem Fall, dennoch sollten Sie sich bzw. den Patienten baldmöglichst bei einem Augenarzt vorstellen! Auch bei Verletzungen der Augen durch spitze Gegenstände muss unbedingt der Arzt hinzugezogen werden.
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Verletzungen der Nase
Arnica montana, der Bergwohlverleih, wird bei einer Prellung der Nase eingesetzt, zum Beispiel nach einem Schlag auf das Nasenbein.
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Zum Arzt: Bei Verdacht auf Nasenbeinbruch sollte ein Arzt hinzu-gezogen werden. Ein kleiner, fachgerecht angepasster Stützverband vermeidet spätere kosmetische Operationen.
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Phosphorus, gelber Phosphor, sollte bei Nasenbluten gegeben werden. Ein Mittel, das insgesamt eine deutliche Blutungsneigung des Patienten zeigt.
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Verletzungen der Ohren
Bei den Ohrenverletzungen wird zwischen Verletzungen der Ohrmuschel, des Gehörganges und des Trommelfells und des Mittel- und Innenohres unterschieden.
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Verletzungen der Ohrmuschel
Apis mellifica, die Honigbiene, hilft bei einer Knorpelverletzung der Ohrmuschel, wenn die Schwellung rot und das Ohr sehr heiß ist und Kälte die Beschwerden bessert. Ist die Rötung vorbei und die Ohrmuschel schmerzt noch immer, oder ist es durch Verletzung zu einem „Bruch“ des Knorpels gekommen, der vielleicht sogar chirurgisch versorgt werden musste, so unterstützt Symphytum officinale , der Beinwell, in der Potenz D4 die Heilung.
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Hepar sulfuris , Kalkschwefelleber, ist das Mittel bei eiternden Wunden am Ohr geben wir. Heilen sie nicht schnell ab, muss ein Arzt aufgesucht werden, ob es sich um eine Wundkomplikation, etwa eine Borkenflechte handelt. Wenn dies der Fall ist, muss nicht selten eine antibiotische Salbe gegeben werden, um die Ausbreitung der Keime und ihr Eindringen in tiefere Körperschichten zu verhindern. Viola tricolor, das Stiefmütterchen, kann die Heilung in der Potenz D6 unterstützen.
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Verletzungen der Zähne
Arnica montana, der Bergwohlverleih, sollte vor und nach dem Zähneziehen genommen werden.
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Hypericum perforatum, das Johanniskraut, kommt dann zum Einsatz, wenn durch die Zahn-OP angrenzende Nerven in Mitleidenschaft gezogen worden und neuralgische Schmerzen entlang des Kiefers auftreten.
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Staphisagria, das Stefanskraut, sollte hilft, wenn Schmerzen im Bereich eines chirurgischen Schnittes, z.B. nach einer Weisheitszahnextraktion, auftreten.
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Verletzungen des Halses
Arnica montana, der Bergwohlverleih, ist bei einem sogenannten Schleudertrauma, eine häufige Verletzung der Halswirbelsäule, das Mittel der Wahl. Die Schmerzen stellen sich oft erst an den Folgetagen ein und können beträchtlich sein. Es handelt sich um eine stumpfe Verletzung.
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Rhus toxicodendron, der Giftsumach, kommt bei stumpfer Verletzung der Halswirbelsäule mit Irritation der Nerven in Frage. Die Arznei kommt bei Stauchungen und Zerrungen zum Einsatz, wenn der Beginn einer Bewegung besonders schmerzhaft ist, sich der Schmerz aber bei fortgesetzter Bewegung bessert und Wärme sehr gut tut.
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Verletzungen des Rückens
Bei Rückenverletzungen ist zunächst abzuklären, wie schwer Muskeln, Bänder oder auch Nerven geschädigt wurden. Akute Nervenverletzungen und Bandscheibenvorfälle gehören in jedem Fall in die Hand von Fachkundigen. Bei einer Prellung oder Zerrung stellen sich stärkere Schmerzen oft erst am Folgetag ein, da die langsam entstehende Schwellung erst dann die inneren Nerven erreicht. Auch bei einer Verkühlung des Rückens kommen die Schmerzen erst später, da die dadurch entstehenden Muskelverspannungen ebenfalls erst am Folgetag Schmerzreize setzen.
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Rhus toxicodendron, der Giftsumach kommt beim „Hexenschuss“ durch eine falsche Bewegung, zum Einsatz. Hier kommen die Patienten häufig aus einer unglücklichen Stellung gar nicht mehr hoch. Für die homöopathische Therapie gilt: Ist der Rücken steif, bessern sich aber die Beschwerden bei fortgesetzter vorsichtiger Bewegung und bei Anwendung von Wärme, so wird der Giftsumach helfen.
Auch bei alten Bandscheibenleiden hilft Rhus toxicodendron bei wiederkehrenden Schmerzattacken, wenn die gleichen Modalitäten vorliegen: Besserung durch leichte Bewegung und Wärme.
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Ruta graveolens, Weinraute, ist das Mittel, wenn die Rückenschmerzen durch Überanstrengung entstanden sind. Es besteht starke Mattigkeit, Schwäche und Verzweiflung und ein Gefühl wie von einer Prellung, obwohl man nur zu lange Holz gestapelt oder Fenster geputzt hat.
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Hypericum perforatum, das Johanniskraut, hilft bei einem Sturz auf das Steißbein. Es ist ein sehr nervenreiches Gebiet ist, an dem wir die Heilwirkung des Johanniskrautes erfahren können.
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Verletzungen im Bauchraum
Arnica montana, der Bergwohlverleih, unterstützt die Behandlung von Verletzungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes und anderer Bauchorgane, die durch ein stumpfes Bauchtrauma entstanden sind, etwa ein Tritt oder Schlag in den Bauch oder Sturz auf einen stumpfen Gegenstand. Dabei können schwerwiegende Schädigungen innerer Organe (Leberriss, Milzriss) mit lebensbedrohlichen inneren Blutungen auftreten, so dass ein Notarzt geholt werden muss.
Das Mittel kann auch präventiv einige Stunden vor einer Operation genommen werden. Diese prophylaktische Gabe von Arnica wirkt ausgezeichnet gegen Blutungen und Embolien, der Patient kann sich schneller von einer OP erholen. Häufig wird die Arnica-Gabe nochmals eine Woche nach der Operation wiederholt. Dies sollte aber vom Allgemeinbefinden und der Symptomatik („Gesamtheit der Symptome“) des Patienten abhängig gemacht werden.
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Staphisagria, das Stefanskraut, hilft bei Beschwerden, die aus den glatten Schnittverletzungen einer Operation resultieren. Handelt es sich um einen generell sehr empfindlichen, übersensiblen Patienten und beklagt dieser starke Schmerzen im Bereich seiner Wundnaht, kann auch Arnica als Folgemittel eingesetzt werd-
Nux vomica, die Brechnuss, ist das Kater-Mittel der Homöopathie und hilft auch bei einer Narkoseunverträglichkeit.
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Opium hilft dem trägen Darm nach einer Operation wieder in Gang zu kommen.
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Verletzungen der Haut
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Schürf-, Riss- und Quetschwunden
Calendula officinalis, die Ringelblume, kommt in der Behandlung von oberflächlichen Wunden jeglicher Art in Frage, insbesondere bei Schürf-, Riss- und Quetschwunden. Sie vermag die natürliche Wundheilung zu fördern und verhindert stärkere Eiterungen. Calendula kann auch bei Wundheilungsstörungen im Anschluss an chirurgische Eingriffe gegeben werden.
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Die Anwendung von Calendula erfolgt auch lokal, d.h. das Mittel wird in Form einer Lösung, Salbe, Creme oder Gel auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen.
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Hamamelis virginiana, Virginische Zaubernuss, kommt vorwiegend bei Wunden mit schmierigem Wundgrund zum Einsatz, besonders wenn Schleimhäute mitbetroffen sind. Es reduziert den Schmerz und das Wundheitsgefühl.
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Hamamelissalben oder Zäpfchen werden auch bei Wunden am After benutzt, z.B. bei Analfissuren (Risse im After) oder auch bei Hämorrhoiden.
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Prellungen
Arnica montana, der Bergwohlverleih, wird bei stumpfen Hautverletzungen, bei der auch meist das Unterhautfettgewebe und die Muskulatur betroffen sind, eingesetzt, um den Schmerz und das sich meist im Anschluss an das Trauma entwickelnde Hämatom („blauer Fleck“) zu minimieren.
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Schnitt-, Biss- und Stichwunden
Hypericum perforatum, das Johanniskraut, kommt bei Verletzungen der Haut durch Stiche oder Schnitte in Frage, wenn vor allem nervenreiches Gewebe zerstört wurde.
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Staphisagria, das Stefanskraut, ist dann das Mittel der Wahl bei Verletzungen der Haut und der darunter gelegenen Muskulatur, besonders dann, wenn es sich um tiefere Schnittverletzungen handelt.
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Ledum palustre, der Sumpfporst, ist ein weiteres bewährtes Mittel bei Stich- und Bissverletzungen Solche Verletzungen müssen natürlich grundsätzlich chirurgisch versorgt werden und die Möglichkeit von Tetanusinfektion, bei Wildtierbissen auch Tollwutinfektion, in Betracht gezogen werden. Besonders dann, wenn die verletzten Körperteile bläulich anschwellen und sich auffällig kalt anfühlen, ist Ledum das richtige Mittel. Das homöopathische Mittel kann aber nur zusätzlich zu den ärztlichen Maßnahmen gegeben werden.
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Insektenstiche
Apis mellifica, die Honigbiene, ist das Mittel der Wahl bei Insektenstichen. Nach einem Stich kommt es meist zu einer starken Schwellung der Haut mit eventueller Rötung und brennend-stechenden Schmerzen. Apis wird in der Homöopathie auch bei anderen Erkrankungen verwandt, vornehmlich bei Krankheitsbildern, die mit Schwellungen, Pusteln der Haut einhergehen.
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Verbrennungen
Cantharris vesicatoria, die spanische Fliege, kommt bei Verbrennungen ersten und zweiten Grades, also bei Rötung der Haut ohne und mit Blasenbildung zum Einsatz. Es wird als Erste-Hilfe-Mittel bei Sonnenbrand gegeben und verhindert oft die Blasenbildung. Auffallend ist der starke, fast zur Raserei treibende Juckreiz im betroffenen Hautareal. Im Gegensatz zu Rhus toxicodendron bessert Kälte die durch die Verbrennung hervorgerufenen Beschwerden.
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Rhus toxicodendron, der Giftsumach, hilft bei Verbrennungen zweiten Grades, beispielsweise durch Verbrühung mit einer heißen Flüssigkeit, wenn sich ein bläschenförmiger, herpesartiger Ausschlag mit starken, brennenden Schmerzen entwickelt. Auffallend, und fast paradox, ist auch, dass Wärme die Beschwerden bessert.
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Verbrühungen
Belladonna, die Tollkirsche, wird benötigt, wenn ein großflächiger Sonnenbrand vorliegt und der Körper insgesamt in einen Hitzestau geraten ist. Letzteres geschieht auch durch zu lange Hitzeeinwirkung auf den Kopf. Als begleitende Symptome sind klopfende Kopfschmerzen, Röte am Kopf und weite Pupillen kennzeichnend für Belladonna.
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Verletzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern
Arnica montana, der Bergwohlverleih, hilft als Verletzungsmittel bei überdehnten Bändern, zum Beispielnach dem Umknicken mit dem Knöchel, was oft mit starken Einblutungen in das Gewebe führt. Um die Größe des Blutergusses möglichst gering zu halten, empfehlen sich neben der Arnica-gabe drei Sofortmaßnahmen: 1. Druckverband, 2. Hochlagerung des Fußes, 3. Kühlung.
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Arnica montana, der Bergwohlverleih, hilft auch bei einer Prellung mit zerplatzen Blutgefäßen. Es kommt zu Blutergüssen, die oft als Beulen sichtbar werden und später als blaue Flecken tagelang sichtbar bleiben.
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Bryonia alba, die weiße Zaunrübe, ist das Mittel, wenn kein Bluterguss vorliegt, aber stechende Schmerzen am Gelenk auftreten, die Schwellung langsam zunimmt und sich die Haut um das Gelenk rötlich verfärbt, also verstärkt durchblutet wird.
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Rhus toxicodendron, der Giftsumach, sollte genommen werden, wenn man sich den Rücken durch eine ungewohnte Bewegung in Zugluft gezerrt hat und die Beschwerden bei Bewegung und durch Wärme besser werden.
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Ruta graveolens, dieWeinraute, wird benötigt, wenn die Muskeln und Sehnen überanstrengt sind und keinen Halt mehr geben wollen.
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Bryonia alba, die weiße Zaunrübe, hilft bei Sehnenscheidenentzündung, typisch sind stechende Schmerzen in den Fingern und im Handgelenk. Manchmal sind auch Handgelenk und Finger geschwollen, die betroffenen Finger können vor Schmerzen kaum noch bewegt werden.
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Verletzungen von Knochen und Knochenhaut
Ruta graveolens, die Weinraute, hilft bei Entzündungen der Knochenhaut, die häufig durch Überlastung des Bewegungsapparates entstehen.
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Acidum phosphoricum, die Phosphorsäure, kann bei Knochenhautentzündungen angewendet werden, wenn die Entzündung bei sehr schnell wachsenden, meist männlichen, Jugendlichen auftritt.
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Knochenverletzungen
Zur begleitenden homöopathischen Behandlung kommen im Wesentlichen drei Mittel in Frage:
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Symphytum officinale, Eupatorium perfoliatu, und Calcium phosphoricum.
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Symphytum officinale , der Beinwell, unterstützt schlecht heilende Knochenbrüche oder auch, wenn nach Knochenoperationen die Kallusbildung - Neubildung von Knochengewebe - nicht in Gang kommt. Das Mittel hilft auch bei älteren, schlecht verheilten Knochenbrüchen.
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Eupatorium perfoliatum, Durchwachsener Wasserdost, Wasserhanf, lindert Schmerzen von Knochenbrüchen, wenn die Schmerzen wie bei einer Grippe durch die verletzten Glieder ziehen.
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Calcium phosphoricum, Calciumhydrogenphosphat, bringt dem älteren Menschen, der schon nicht mehr daran glauben will, dass sein Bruch noch zusammenwachsen kann, die Aktivierung seiner Knochenheilung.
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Verletzungen im geistig-seelischen Bereich
Seelischer Schock
Aconitum napellus, Blauer Eisenhut, hilft, wenn die Symptome plötzlich Einsetzen und sie sehr heftig sind. Überempfindlichkeit der Sinnesorgane, Unruhe, Todesangst (der Patient sagt sogar oft seine Todesstunde voraus) und Panikzustände. Starke, unerträglich anmutende Schmerzen, die häufig von örtlicher Taubheit oder Kribbeln begleitet sind. Trockene, heiße Haut und großer Durst. Wärme wird nicht vertragen, die Bettdecke wird weggestoßen.
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Arnica montana, der Bergwohlverleih, kommt zum Einsatz, wenn der Betroffene ein Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper empfindet, der Körper ist außerordentlich empfindlich, jedes Bett erscheint dem Patienten zu hart. Große Furcht vor Berührung. Der Patient schickt den Arzt weg, gibt trotz Krankheit vor, gesund zu sein. Geistesabwesenheit, Benommenheit. Der Kopf und das Gesicht sind heiß, der übrige Körper ist jedoch kühl. Fragen werden korrekt beantwortet, jedoch kann der Patient noch während der Antwort wieder in einen getrübten Bewusstseinszustand zurückfallen.
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Calcium carbonicum, Austernschalenkalk, ist das Mittel der Wahl, wenn der Patient voller Angst ist; die Angst geht vom Oberbauch aus. Patient weint bei der kleinsten Gemütsbewegung, auch Trost kann nicht helfen. Der Patient fürchtet, den Verstand zu verlieren, oder meint, dass die Leute ihn beobachten und ihm seine Angst anmerken könnten. Große Schwäche und Erschöpfung. Der Körper zittert nach den geringsten körperlichen oder geistigen Anstrengungen. Der Patient fühlt sich sehr fröstelig; die Hände und Füße sind kalt und mit klammem Schweiß überzogen. Der Patient schwitzt nachts am Kopf; das Kissen ist oft nass vom Schweiß.
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Bei Vorliegen dieses Bildes geben wir einmalig eine Potenz C200 oder über ca. 4 Wochen täglich 5 Globuli der Potenz LM VI, da Calcium carbonicum in tieferen Potenzen nach unserer Erfahrung bei seelischen Beschwerden wenig wirkungsvoll ist.
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Akuter (Liebes-)Kummer
Kummer
Acidum phosphoricum, die Phosphorsäure, hilft, wenn der Patient sich emotional und körperlich ausgelaugt fühlt. Erschöpfungszustand durch (plötzlichen) Kummer; zehrende Krankheit mit häufigem Schwitzen und allgemeinem Schwächegefühl. Blasses und krankes Aussehen. Der Patient ist lustlos, kommt kaum noch in Gang; alles ist zu anstrengend. Das Mittel passt gut bei schnell wachsenden blassen Jugendlichen, die Kummer mit sich tragen, sei es in der Schule, im Freundeskreis oder auch im Elternhaus.
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Liebeskummer
Ignatia, dieIgnatiusbohne, ist das Mittel der Wahl bei Liebeskummer. Rascher Stimmungswechsel, Launenhaftigkeit. Der Betroffene seufzt auffallend häufig, lehnt Stimulantien (z.B. Kaffee) ab, weil diese den nervösen Zustand verschlechtern. Häufig Schluckauf-Anfälle. Oft Muskelzuckungen, vor allem im Gesichtsbereich. Er sieht alles schwarz, ist hoffnungslos, fühlt sich überlastet. Er weint, fängt dann aber plötzlich - scheinbar grundlos - an zu lachen.