Facebook-Umfrage deutlich Pro-Homöopathie

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Claudia Schmidtke ruft auf ihrer Facebook-Seite zur Abstimmung über Homöopathie auf. Die Herzchirurgin aus Lübeck ist Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags, ihre Themen sind eher das Transplantationsgesetz oder die Pflege. Nun startete sie eine Online-Umfrage über Homöopathie, die noch bis morgen läuft – über die Resonanz ihrer Umfrage ist Schmidtke überrascht, vor allem über den Ton, der in der Kommentarspalte herrscht. Sie sagt im Interview mit dem Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH): “Ich wusste, dass es ein kontroverses Thema ist, aber nicht, dass gleich ein solcher Bürgerkrieg ausbricht.” Claudia Schmidtke fragt: “Was halten Sie von Homöopathie? Sollten die Krankenkassen die Kosten für homöopathische Behandlungen übernehmen? … Sollte die Apothekenpflicht für homöopathische Mittel aufgehoben werden?” Rund 32.000 Menschen beteiligen sich daran und die Mehrheit (59%) spricht sich für Homöopathie, und damit für eine Erstattung durch die Kassen und für die Apothekenpflicht, aus.

Auf ihrer Webseite heißt es, Schmidtke sei “immer chirurgisch direkt”. Im BPH-Interview verpasst sie jedoch den klaren Schnitt und positioniert sich nicht.

1. Warum machen Sie die Homöopathie-Umfrage auf Ihrer Facebook-Seite?

Meine Facebook-Seite ist ein Ort, wo Wählerinnen und Wähler niederschwellig Rückmeldungen zu meiner Politik geben können. Und es ist ein Ort, wo Diskussionen stattfinden können und sollen. Ich wollte einfach mal schauen, welche Argumente Pro und Contra vorgetragen werden. Ein kleiner Teil meiner Meinungsbildung, mehr nicht. Gleichzeitig können mich alle Wählerinnen und Wähler natürlich über alle anderen Kanäle erreichen: Per Post und Mail, meine Büros telefonisch zu den Öffnungszeiten. Das wurde in diesem Zusammenhang auch häufig genutzt.

2. Haben Sie mit einer solch großen Resonanz gerechnet?

Ich wusste, dass es ein kontroverses Thema ist, aber nicht, dass gleich ein solcher Bürgerkrieg ausbricht. Teilweise gab es durchaus gesittete, freundliche und inhaltliche Auseinandersetzungen, leider aber auch wüste Unterstellungen. Stille Post führte dann zu Beschimpfungen von beiden Seiten: Von der einen, dass ich Homöopathie abschaffen wolle, von der anderen, dass die Gleichsetzung mit konventioneller Medizin unzulässig sei.

3. Wie bewerten Sie die Aussagekraft der Umfrage?

Es ist nur eine Facebook-Umfrage! Sie ist weder repräsentativ, noch hat sie in irgendeiner Form Einfluss auf die Gesetzgebung. Die Argumente, die ausgetauscht wurden, sind natürlich aufschlussreich. Einige nehme ich mit. Und das war das Ziel.

4. Wie ist Ihre Meinung zur Apothekenpflicht homöopathischer Arzneien?

Aufgrund der vielen Zuschriften zum Thema vorab: niemand will die Homöopathie “abschaffen”, da kann ich alle beruhigen. Jeder und jede darf und soll sich selbst so therapieren wie er es für angemessen und hilfreich hält. Ich habe zu diesem Thema von Anhängern und Gegnern der Homöopathie nun einige Literaturempfehlungen erhalten, die ich mir zu Gemüte führen werde. Wenn das Thema akut wird, bin ich vorbereitet. Im Moment ist es das nicht.

5. Haben Sie persönliche Erfahrungen mit Homöopathie?

Ich bin von Beruf Chirurgin und sehe deshalb vieles pragmatisch. Häufig heilt die Natur von selbst, nicht jedes Wehwehchen muss mit Chemie beantwortet werden.

2 Kommentare

  1. Antworten

    Sabine

    Ich bin ebenfalls pro Homöophatie! Sie hat meinem Pferd das Leben gerettet wo die Schulmedizin nicht weiter kam ! Ich werde es immer nehmen und meiner Familie sowie meinen Tieren und auch mir immer als erstes verabreichen!

  2. Antworten

    Wenn Sie als Chirugin auch so schwammig gearbeitet hat, dann sollte man die Sterbefälle mal unter die Lupe nehmen. Diese Geschichte war ein reines Marketingprojekt, damit sie in ihrer Partei mehr Aufmerksamkeit bekommt. Diese Person ist so borniert, dass sie auch noch eine Umfrage starten würde, wann sie denn sterben soll.

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