Heimweh, Ängste, Nervosität – Homöopathie unterstützt die Psyche nicht nur von Kindern

Ob bei Heimweh, Kummer, Konzentrationsschwierigkeiten, Angst alleine zu bleiben oder vor nächtlichen Gespenstern, Homöopathie kann helfen und zu mehr Selbstsicherheit führen. Erfahren Sie hier die Möglichkeiten verschiedener Mittel und ihrer Wirkung auf die Psyche .

Diese psychischen Probleme sind auch Thema des nächsten kostenloses Webinars, das der BPH mit anbietet. Es findet statt am Donnerstag, den 29.11.2018 um 19:00 Uhr. Mitglieder des BPH können sich alle Webinare im Mitgliederbereich der BPH-Webseite jederzeit anschauen.

Bereits die Fallaufnahme in der Homöopathie hat Anklänge an ein psychotherapeutisches Gespräch – auch wenn es “nur” dazu dient, die passende homöopathische Arznei zu finden. Viele Homöopathen sehen in der Psyche den auslösenden Faktor für die Erkrankung und versuchen daher auch, diesen Auslöser zu finden. Daher ermöglicht homöopathisches Arbeiten einen guten Zugang zu seelischen Notlagen. Prinzipiell kann hierbei jedes passende homöopathische Mittel in Frage kommen. Einige besonders bekannte Mittel stellen wir  vor.

Heimweh, Kummer

Capsicum – ein bekanntes Mittel gegen Heimweh, vor allem bei Kindern, die gut genährt sind und rote Wangen haben. Sie unterdrücken das Weinen, verweigern das Essen und sehnen sich nach Hause.

Ignatia – Kinder, die dieses Mittel benötigen, seufzen, weinen oder schlucken bei Kummer und Heimweh auffallend oft. Sie wissen nicht, was sie sollen oder wollen. Stimmungsschwankungen sind typisch. Auch ein Mittel gegen Trauer um den Tod des geliebten Haustieres.

Natrium muriaticum – hilft bei langanhaltendem Kummer. Zurückliegende Kränkungen oder Verluste können nicht vergessen werden. Weinen kommt, wenn überhaupt, als stilles einsames Weinen mit ablehnender Haltung vor. Das Kind zieht sich zurück und möchte nicht getröstet werden.

Pulsatilla – dieses Kind möchte bei Heimweh getröstet werden. Es ist gehemmt, weinerlich und sucht nach Beachtung. Es ist normalerweise lieb und weich.

Sepia – Kummer, gepaart mit Aggression treten auf. Das Kind neigt zum Widerspruch, ist verletzt durch Enttäuschung mit Wut.

Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Nervosität

Agaricus – Müdigkeit tritt auf, es wird gealbert, getrödelt und Grimassen geschnitten. Das Mittel gilt als homöopathisches Studentenfutter.

Arsenicum album – es kann zu Schulleistungsschwäche aufgrund von Unterforderung kommen. Das Kind weiß alles besser, nach dem Motto: „Was können die mir schon beibringen“. Es ist sehr genau und ordentlich.

Helleborus – hier kann nach Kinderkrankheiten Schulleistungsschwäche auftreten. Das Kind ist dösig, abweisend und wortkarg.

Phosphorus – es besteht eine Schulmüdigkeit und verminderte Konzentration. Null Bock Einstellung kann vorkommen. Lieber widmet sich das Kind schöneren Dingen.

Silicea – das Kind lernt schnell, vergisst aber auch schnell. Häufig ist es begriffstutzig. Es ist ehrgeizig, traut sich aber nichts zu, obwohl die Fähigkeiten vorhanden wären.

Angst und Furcht homöopathisch ausgetrickst

Argentum nitricum – ein Mittel mit vielen Ängsten. Terminangst, das Kind ist meist zu früh. Es mag keine leeren Plätze überqueren, kann an einer bestimmten Ecke nicht vorbei gehen, denkt die Häuser könnten auf es einstürzen, kann Höhe und das Hinunterschauen nicht ertragen und mag auch nicht alleine sein.

Arsenicum album – schon beim Erwachen tritt die Angst auf, es könne etwas vom Kind verlangt werden. Es hat schnell ein schlechtes Gewissen, nicht genügend getan zu haben. Es hat Angst vor Tieren, besonders vor schwarzen Hunden und Ungeziefer.

Ignatia – das Kind hat Angst vor Geräuschen und vor Tadel. Es neigt auch zu schlechtem Gewissen und wird leicht hysterisch.

Lachesis – Platzangst, allgemein Angst vor Enge können auftreten. Angst vor nächtlichem Erwachen kommt vor, da sich Schlangen um das Bett winden könnten.

Phosphorus – dieses Kind hat Angst vor dem alleine Sein und wird gerne gestreichelt. Es fürchtet sich vor Gewitter und da besonders vor Blitz. Es denkt, es könne sich in der Zukunft etwas Schlimmes ereignen.

Pulsatilla – Angst vor Enge, Beengung und Platzangst können auftreten. In Gesellschaft kann es zu Ängsten kommen, da das Kind denkt, man würde es ablehnen.

Sepia – das Kind möchte nicht alleine sein, hat Angst vor der Zukunft, vor Tieren, besonders Ratten und vor Gewitter, welches aber auch fasziniert.

Silicea – es kommen Angst vor Bakterien und Schmutz vor. Typisch ist die Angst vor spitzen Gegenständen wie Spritzen, Messer oder Scheren. Aus einem Minderwertigkeitsgefühl heraus entsteht die Angst vor öffentlichen Auftritten.

Stramonium – Geister könnten das Kind erschrecken. Deshalb möchte es nicht alleine sein und benötigt nachts ein Licht. In der Dunkelheit könnten sonst Fratzen erscheinen. Angst vor Wasser und Lichtreflexen kommt hinzu.

Diese Empfehlungen wurden von Heilpraktikerin Heike Sebastian zusammengestellt.

 

 

 

 

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