Das Ende der Homöopathie am Münchner v. Hauner`schen Kinderspital?

Nach 24 Jahren soll der Vertrag mit der Kinderärztin Dr. med. Sigrid Kruse nicht mehr verlängert werden, er läuft Ende Juni aus. Damit würde eine Ära an der Universitätskinderklinik zu Ende gehen. Dr. Sigrid Kruse hat am Dr. von Hauner`schen Kinderspital im Rahmen eines Modellprojekts 1995 begonnen, die Homöopathie in die Klinik mit Erfolg zu integrieren. Inzwischen laufen Kolleginnen und Kollegen von Kruse, aber auch Eltern und Patienten- und Ärzteverbände gegen diese Entscheidung Sturm.

Wir brauchen die Homöopathie in den Krankenhäusern

Klinikleitung, der bayerische Wissenschaftsminister und der Universitätspräsident  sind Adressaten von Briefen, die den Erhalt der Homöopathie in der Kinderklinik fordern. Diese Briefe sind teils von sehr vielen Münchner Kinderärztinnen und Kinderärzten unterschrieben – die Briefe liegen dem BPH vor. Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH), fordert die Klinikleitung auf, ihre Entscheidung nochmals zu Überdenken. „Wir brauchen die Homöopathie in den Krankenhäusern, in München und in jeder anderen Stadt auch. Die Nachfrage nach der Homöopathie wächst stetig und wir erleben täglich, dass die konventionelle Medizin vor allem bei chronischen Erkrankungen an ihre Grenzen stößt und viel zu oft nebenwirkungsreiche Arzneien eingesetzt werden, die durch Homöopathika ersetzt werden könnten.“

Attraktives Profil: Hochqualifizierte akademische Medizin in Kombination mit homöopathischer Zusatzoption

Der Vorsitzende des Bayerischen Landesverband homöopathischer Ärzte des DZVhÄ, Dr. med. Ulf Riker schreibt an den ärztlichen Direktor des Klinikums der LMU, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch: „In all den zurückliegenden Jahren habe ich immer wieder auch Eltern in meiner Praxis erlebt, deren Kinder in der Dr. von Hauner`schen Kinderklinik behandelt wurden. Die Resonanzen bzgl. Frau Dr. Kruse hinsichtlich ihres persönlichen Engagements sowie der fachlichen Kompetenz war ausnahmslos überzeugend. Vor Allem aber wurde immer die Tatsache hervorgehoben, dass genau dieses besondere Klinikprofil (hochqualifizierte akademische Medizin in Kombination mit homöopathischer Zusatzoption unter ärztlicher Kontrolle) hohe Attraktivität genießt.“

Homöopathie-Stopp wäre ein medizinischer Rückschritt

Eine Allgemeinärztin, die in einer großen Gemeinschaftspraxis in München-Bogenhausen niedergelassen ist, sieht in dem „Homöopathie-Stopp an Ihrer Klinik einen echten medizinischen Rückschritt  und ich wundere mich darüber, da doch sonst das Dr. von Hauner´sche Kinderspital in vielen Bereichen eine Vorreiter-Rolle spielt.“

Eltern aus ganz Deutschland fragen wegen der Homöopathie an

Auch eine ehemalige Kinderkrankenschwester des Hauner`schen Kinderspitals wendet sich an den Klinikdirektor und argumentiert mit ihren Erfahrungen aus dem Klinikalltag für den Erhalt der Homöopathie: „Während meiner Tätigkeit habe ich immer wieder erlebt, wie effektiv die Homöopathie ist, z.B. bei Kindern mit rezidivierenden Harnwegsinfektionen, bei akuter Gastroenteritis oder bei kindlicher Migräne. Wegen dieser Therapieerfolge fragen immer mehr Eltern nach Homöopathie als begleitende Therapie und kommen aus ganz Deutschland hierher. Diese langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen konventioneller und homöopathischer Therapie hat dem Hauner zu großem Ansehen verholfen.“

Homöopathie Erhalten – Macht mit!

Wir brauchen die Homöopathie an möglichst vielen Kliniken in Deutschland – setzt euch mit uns für den Erhalt der Homöopathie am Dr. von Hauner`schen Kinderspital ein und schreibt an:

Bayerischer Staaatsminister für Wissenschaft und Kultus, Bernd Sibler, buero@sibler.de

Klinikdirektor der Kinderklinik: Christoph.Klein@med.uni-muenchen.de

Ärztlicher Direktor des Klinikums der LMU: Karl-Walter.Jauch@med.uni-muenchen.de

Dekan der medizinischen Fakultät der LMU: hickel@dent.med.uni-muenchen.de

Kaufmännischer Direktor der medizinische Fakultät der LMU: Markus.Zendler@med.uni-muenchen.de

Leiter der Personalabteilung: Philip.Rieger@med.uni-muenchen.de

Autor: Christoph Trapp

10 Kommentare

  1. Antworten

    Frank Josef

    Wie rechtfertigt die Klinikleitung das? Sieht so aus, als hätte die Anti-Homöopathie-Lobby erfolgreich intrigiert. Wurde die Klinikleitung von dieser Seite direkt oder indirekt unter Druck gesetzt? Was sagt Frau Dr. Kruse dazu?

  2. Antworten

    Börner Simone

    Sehr dumme Entscheidung.
    Wer profitiert? Die Patienten? Nein!
    Es geht doch hier schon lange nicht mehr zum Wohl der Patienten. Kinder, die permanent durch schulmedizinische Behandlungen krank gemacht werden, damit die Pharma und Ärzte sich dumm und dämlich am Leid der Kinder verdienen. Ihr seid erbärmlich.

  3. Antworten

    BAERBEL

    Ich kann nur sagen, das die kl. Homöopathie mir mein Leben gerettet hat. Von 6bis 30 lebensjahr 3 x pro Jahr Antibiotika gegen Kieferhoehlenentzündung. Dann als nix mehr anschlug verwies mich mein Arzt an eine kl. Homöopathin. Konstitutionsbehandlung und seit dem nie wieder eitrige Entzündung. Die schulmedizin ist wichtig, aber alles kann sie eben nicht regeln.

  4. Antworten

    Andrea Soellner

    Es hat mich eh schon verwundert, wieso sich die Klinik bei all den guten Erfahrungen mit Homöopathie und bei soviel öffentlicher Kritik / Hetze, nicht pro Homöopathie äussert bzw. deren Einsatz verteidigt.
    Haben die Verantwortlichen der Klinik / Ärzte so wenig Rückgrat? Wovor haben sie Angst?
    Müssen wir künftig mit unseren Kindern nach Landshut oder in die Schweiz fahren, weil München rückwärts geht statt vorwärts??

  5. Antworten

    Dr. Elisabteh Hausleitner

    Ich ersuche die Klinikleitung weiterhin die Homöopathie als eine ergänzende Therapiewahl anzubieten.
    Ich bitte, dass Sie möglichst vielfältige Behandlungen einsetzen, um den Patienten Freiheit in der Auswahl der idealen Begleitung im Krankheitsfall zu ermöglichen!
    Es ist für die Gesundung wichtig, dass man Menschen in ihrer Individualität wahrnimmt und entsprechend
    individuelle Therapiekonzepte anbieten kann. Der Mensch ist nicht nur Naturwesen, bei welchem statistische
    Formeln anzuwenden sind, sondern auch ein Geistwesen, als Kunstwerk zu verstehen, das einzigartig ist.

  6. Antworten

    Gertraud Nefzger

    Eine sehr feige Entscheidung der Klinikleitung! Anstatt sich über die gemeinsam erzielten Erfolg zu freuen wird der Pharmamafia nachgegeben. Als betroffene Mutter sehe ich die Erfolge der Homöopathie. Leider wollen das viele nicht sehen, oder man könnte auch sagen, sie trauen es sich nicht .
    Sehr schade, hätte ich von einem fortschrittlichen Krankenhaus nicht erwartet.

  7. Antworten

    Doris Hartmann

    Sehr schade und erschreckend zu sehen was diese Propaganda gg. die Homöopathie bewirkt. Gibt es einen aktuellen Stand zu diesem Thema?

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