Homöopathie kann eine Lösung der Antibiotika-Resistenzen sein

Die WHO schlägt Alarm: Antibiotika-Resistenzen sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie drohen wichtige Erfolge in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten zunichte zu machen.  In der EU sterben jedes Jahr mehr als 33.000 Menschen an Infektionen mit antibiotikaresistenten Keimen, das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Mitte November im Lancet erschien. Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH) ruft zur Vernunft auf , “damit alle Möglichkeiten zur Resistenzvermeidung ernsthaft geprüft werden, die sich bereits in der Praxis bewähren und das der Blick über den Tellerrand der konventionellen Medizin gewagt wird.”

Das gehandelt werden muss, wird nicht mehr bestritten, jetzt wird aber über das Wie gestritten. Beispiel: der Bayerische Landtag hat Anfang November auf Antrag der CSU und der Freien Wähler ein Maßnahmenpaket zur Antibiotika-Reduzierung verabschiedet, ein Teil davon ist auch eine Studie, mit der herausgefunden werden soll, wie ein reduzierter Antibiotikaeinsatz im medizinischen Bereich realisiert werden kann. Dabei soll auch “die Rolle alternativmedizinischer Methoden in den Blick genommen werden. Auch soll in diesem Zusammenhang eine mögliche positive Rolle von ggf. ergänzend verabreichten homöopathischen Präparaten beleuchtet werden”, heißt es. Der Beschluss wurde von vielen Medien und Politikern stark angegangen und vor allem verkürzt dargestellt.

Schaut man sich die tägliche Praxis an, etwa in Kinder- und in HNO-Praxen oder in der hausärztlichen Versorgung, dann wird deutlich, hier wird bereits sehr verantwortungsvoll mit Antibiotika umgegangen. Ärztinnen und Ärzte, die über eine Zusatzbezeichnung Homöopathie verfügen, berichten, dass sie bei vielen Patienten mit Hilfe der Homöopathie auf viele konventionelle Arzneien verzichten können – und eben auch auf Antibiotika. Dr. med. Christine Albrecht, Allgemeinärztin mit Zusatzbezeichnung Homöopathie aus  Berlin schätzt, dass sie 60 Prozent weniger Antibiotika verordnet im Vergleich zu ihrer Arztgruppe. “Ich komme generell mit wenig konventionellen Arzneimitteln aus, laut Kassenärztlicher Vereinigung lag ich im Jahr 2017  83 Prozent unter dem Schnitt meiner Kollegen.”

„Antibiotika sind in einer Hausarztpraxis selten zwingend notwendig“

Die Berliner Allgemeinärztin Dr. med. Annette Schuricht berichtet, dass etwa “bei einer Mittelohrentzündung, einer unkomplizierten Blasenentzündung, einer viralen Bronchitis oder Sinusitis zunächst nur symptomatisch behandelt werden soll und erst bei ausbleibender Besserung gegebenenfalls ein Antibiotikum notwendig wird.“ In diesen Fällen setzt Schuricht Homöopathie ein, “mit der man nicht nur die Symptome lindern, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers so anregen kann, dass das Antibiotikum in den meisten Fällen dann tatsächlich vermieden wird.”

„Eine homöopathische Arznei vermeidet oft ein Antibiotikum“

Auch Dr. med. Ute Janßen ist Allgemeinärztin in Berlin, sie hat bereits seit 30 Jahren die Zusatzbezeichnung Homöopathie. “Homöopathie kann den Krankheitsverlauf wesentlich verkürzen, da das Immunsystem des Patienten unterstützt wird. Der Patient entfiebert schneller, erlangt auch in kürzerer Zeit seinen gesunden Allgemeinzustand wieder – eine längere Rekonvaleszenz-Zeit wird so meistens vermieden“, berichtet Janßen. Die Ärztin schätzt, dass durch “Homöopathie und den bewussten Umgang mit Antibiotika etwa 70 Prozent der Gaben eingespart werden können.“

„Im Gegensatz zur Antibiotika-Therapie haben wir mit Homöopathie kaum Rückfälle“

Dr. med. Michael Schreiner ist Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in München, er führt die Zusatzbezeichnungen Homöopathie und Naturheilverfahren. Er sagt: “Unsere  Antibiotikaverordnungen liegen mit 50 Prozent weit unter dem Durchschnitt unserer Kollegen. Der Krankheitsverlauf ist [bei einer homöopathischen Therapie] in aller Regel wesentlich besser und die Heilung stellt sich wesentlich rascher ein. Besonders bemerkenswert ist, dass wir kaum Rückfälle haben und nicht wie bei konventioneller Therapie – nach Beendigung der Antibiotikatherapie – ein Teil der Patienten wenige Tage später mit den gleichen Beschwerden wieder vorstellig werden.”

Auch in der Tiermedizin: “Seit 22 Jahren kommen wir auf unserem Hof ohne Antibiotika aus”

Birgit Gnadl ist Tierheilpraktikerin und Dozentin im Chiemgau, sie betreut und berät u.a. große Molkereien und behandelt die Tiere vieler Höfe. Sie weiß, dass “der Krankheitsverlauf durch den Einsatz von Homöopathie gerade bei akuten Krankheitsfällen (Rindergrippe, Mastitis) meist besser als bei der konventionellen Medizin ist. Die Eigenregulation der Tiere bleibt deutlich besser erhalten und es zeigt sich eine sehr gute Rekonvaleszenz, zudem gibt es kaum Rückfälle. Chronische Erkrankungen können im Nutztierbereich erfahrungsgemäß nur mit Homöopathie geheilt werden, Antibiotika-Resistente Fälle werden teilweise ausschließlich mit Homöopathie behandelt.”

1 Kommentar

  1. Antworten

    Korinna Neyer

    Viel wissen das achon seit Jahren, jetzt müssen nur noch die Krankenkassem mitspielen, die bezahlen ja lieber die teuren Antibiotika, das wird ja auch durch die Pharmaindindustrielle und unserer Politik besser unterstützt!

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