Homöopathie-Kritik als ´Ruhestands-Hobby`

Der Ingenieur Dr. Norbert Aust tourt zurzeit durch die Republik und hält mit Eifer Vorträge gegen die Homöopathie. Warum er das tue, wollte Dr. med. Heinrich Hümmer, Facharzt für Allgemeinmedizin / Homöopathie, Naturheilverfahren, Notfall- und Sportmedizin bei einem dieser Vorträge am 8. Februar in München wissen – die Antwort: das sei ein „Ruhestands-Hobby“ von ihm… Um diese Antwort richtig einzuordnen: Dr. Aust ist die wissenschaftliche Autorität der Skeptiker bzw. Szientisten und er hat bis dato wohl so gut wie jede Homöopathie-Studie analysiert und keine hielt seinem kritischen Blick stand.

Über diesen Abend in einer Münchner VHS hat Dr. med. Heinrich Hümmer in seinem Blog einen ausführlichen Bericht geschrieben. Da die wissenschaftlichen Argumente schon erschöpfend ausgetauscht wurden, stellte Hümmer dem Referenten ein paar persönliche Fragen, etwa warum er mit missionarischem Eifer gegen die vermeintliche Placebo-Quacksalberei antrete. Den Bericht von Dr. Hümmer lesen Sie hier.

12 Kommentare

  1. Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir haben diesen Brief an SWR und ARD, au den sozialen Medien…. veröffentlicht.

    Offener Brief an Frau Prof. Dr. Jutta Hübner als Antwort auf den ARD Beitrag Homöopathie-Die Macht der Kügelchen
    Liebe Frau Prof. Dr. Hübner,
    ich habe mit Aufmerksamkeit die Sendung des SWR über Homöopathie verfolgt, die vorgestern, am Mittwoch, den 29. Januar zu bester Sendezeit in einem öffentlich rechtlichen Sender (SWR) ausgestrahlt wurde. Der Beitrag soll auch schon am 27. Januar bei der ARD gelaufen sein.
    Ich schätze sie als eine kompetente, sympathische Medizinerin/Onkologin ein, der sicher das Patientenwohl am Herzen liegt. Dass Sie sich dazu hergegeben haben, sich dem Feldzug gegen die Homöopathie, stellvertretend für die komplette Naturheilkunde und deren Verfechtern in einem wirklich geschickt gemachten Beitrag als Galionsfigur zur Verfügung zu stellen, empfinde ich als äußerst fragwürdig. Dass sich auch öffentlich rechtlicher Journalismus ein weiteres Mal in tendenziöser, scheinbar seriöser Berichterstattung diesem Feldzug widmet – das werte ich inzwischen, nach der Panorama-Sendung, die ins gleiche Horn gestoßen hat, nur noch unverfrorener, als skandalös.
    Sie, liebe Frau Prof. Dr. Hübner, rennen bei mir offene Türen ein. Mit onkologischen Erkrankungen ist nicht zu spaßen, wer da nur mit Homöopathie gerettet werden oder retten will, spielt mit dem Leben. Aber in dem Beitrag hat auch niemand Ernstzunehmendes aus dem Homöopathielager behauptet, das zu können und allein darauf zu setzen. Komplementär heißt auch nicht Verzicht auf alles, was der Medizin an Erkenntnis und Möglichkeiten zur Verfügung steht, sondern Ergänzung, Eigenständigkeit. Das müssten Sie selbst am besten wissen. Die Warnung vor der Gefahr ist ehrenwert, keine Frage. Das als Argument zu benutzen, einen ganzen Berufsstand zu desavouieren und vernichten zu wollen, macht mich dann doch etwas ratlos. Steht da wirklich das Patientenwohl im Zentrum des Interesses oder steckt da was ganz anderes dahinter?
    Genauso leicht könnte man einen Beitrag machen und “wissenschaftlich” arbeitende Vertreter der Schulmedizin, deren Erfolge und Fehler „wissenschaftlich“ vorführen und in ebenso tendenziöser Weise „entlarven“, wie Sie, das Film- und Journalistenteam, der Interviewer Herr Hünefeld mit der armen Frau Dr. Geiger gemacht haben , die nun wirklich an Gutmenschentum und Ehrbarkeit nicht zu überbieten ist. Sie ist den „Investigativjournalisten“ in die Falle getappt und dafür zu bedauern. Dabei hat sie sicher keinen Patienten umgebracht oder das falsche Bein amputiert oder Medikamente verordnet, die Menschen Gesundheit und Leben gekostet haben. Da gibt es einschlägige Zahlen im Ärzteblatt über die steigende Zahl von Klagen gegenüber dokumentierten Behandlungsfehlern, da stellen sich einem die Nackenhaare auf.
    Es wird eine renommierte und seriöse Firma wie Hevert unlauter an den Pranger gestellt, indem man deren Weigerung, sich gegenüber einem alles andere als wohl wollenden Journalismus zu äußern, als Schuld-Eingeständnis darstellt. Dazu sollte aber jeder aufrichtige Mensch an die Kampagne erinnert werden, die die Gruppe um den Münsteraner Kreis und MedWatch erst kürzlich, das dauert immer noch an, gegen die Firma losgetreten und über die sozialen Medien verbreitet haben. Da würde keiner, der alle Sinne beisammen hat, noch einmal den Fehler machen und diese oä. Leute ins Haus lassen oder auch nur ein weiteres Wort mit denen reden.
    Als ob Naturheilkundler, mittelständische Firmen, die Homöopathika, Komplexmittel herstellen, alles Betrüger, Verbrecher, „Falschvorspiegeler“, von nichts als von Geldgier getriebene Leute wären. Was übrigens die Gewinnmarge einer Firma wie Hewert, Heel und Pascoe angeht – im Vergleich zu Pharmariesen wie Novartis, Bayer, Sanofis-Aventis und Pfizer hält die sich im allerbescheidensten Rahmen. Wer gute Arbeit macht, soll davon auch gut leben können – also erst mal nichts gegen die Pharmafirmen, ob groß oder klein. Aber gäbe es eine Erhebung über Schadens- und Todesfälle verursacht durch die Einnahme von naturheilkundlichen Mittel gegenüber den in gutem Glauben verordneten und eingenommenen Allopathika, selbst die Fälle eingerechnet, vor denen Sie zu Recht warnen, weil sie durch Unterlassen Leben verkürzt oder beendet haben, was denken Sie – und wir anderen auch – würde da für eine Bilanz gezogen werden? Weil Leben nicht (mehr) Cartesianisch funktioniert. Auch Allopathika helfen dem einen, dem anderen aber nicht – und keiner weiß, warum, weiß es vielleicht noch nicht. Nicht umsonst gilt in der Onkologie noch, Ursache unbekannt bezüglich der meisten Krebserkrankungen. Weil bisher eben kein Mittel und Weg auf wissenschaftlichen Weg gefunden wurde, der zuverlässig und in jedem Fall die entsprechende Krebserkrankung heilt. Und Krebs gibt es dokumentiert auch schon seit vielen hundert Jahren. Armutszeugnis für die Wissenschaft? Das würde wohl niemand behaupten. Am Anfang des Weges? Durchaus. In der Wissenschaftsgeschichte sind 200 Jahre gar nichts ebenso wie in der Menschheits- oder gar Erdgeschichte. Von der Molekularbiologie, Gentechnologie ist noch viel zu erwarten, von der Molekularphysik oder gar Quantenphysik genauso. Dieses weite Feld in andere Ansätze herabwürdigender Weise in einem 45 Minuten Beitrag erschlagen zu wollen, ist das nicht ein wenig zu ambitioniert? Und ist es gegenüber dem Leben angemessen, es allein unter dem wissenschaftlichen Aspekt zu fassen, der den Menschen als Maschine ansieht? Das haben echte Natur-Wissenschaftler ja längst hinter sich gelassen! Die forschen in ganz demütiger Weise an den sie interessierenden, von ihnen selbst gestellten Fragen. Da steht die Homöopathie ganz offenbar seit längerem nicht im Fokus des Interesses – na und? Wenn sie hilft, auf welchem (noch nicht) erforschten Weg auch immer, wer sind wir, das ohne Not zu zerstören?
    Wie respektvoll geht der Beitrag deshalb auch mit hilfesuchenden Menschen, zumeist akademisch gebildeten um, deren Möglichkeiten zur Information ungleich höher sind als noch vor dem medialen Zeitalter und die sich bei naturheilkundlichen Ärzten und Heilpraktikern gut aufgehoben fühlen? Alles Einbildung, wahrscheinlich Placebo!
    Die Frage ist immer, wem nützt das? Das kann ich nicht beantworten, aber ich kann wenigstens Augenfälligkeiten in dem Beitrag benennen.
    Die für die Herabwürdigung von Homöopathie, Naturheilkunde, naturheilkundlich arbeitenden Ärzten und – ja – Heilpraktikern (Gottseibeiuns!) bemühte Wissenschaftlichkeit unterliegt in diesem Beitrag in eigentümlicher Weise Veränderungen. Zunächst erhalten vergleichsweise breiten Raum die bloßen pejorativen Behauptungen der Gegner der Homöopathie und Co.: Wissenschaftlich? Keine Spur, es werden keine randomisierten Doppelblindstudien erwähnt, die belegen, dass Homöopathie nicht hilft. In wenigen Minuten werden dafür denkwürdige Antworten erteilt auf die „klassische“ Frage, den Einwand der gefilmten Studentin, die zusammengefasst lautet: „Säugling mit Blähungen, weiß nicht, was man ihm gibt, es hilft. Auch die Kuh mit Milchstau reagiert positiv auf das gegebene (homöopathische) Mittel, ergo muss es da was geben, das heilt, auch wenn wir den Wirkmechanismus – noch – nicht erklären können.“
    Herr Prof. Ruth beantwortet diesen „nachvollziehbaren Einwand“ so, und ich muss das wörtlich zitieren, weil das so aufschlussreich und lustig ist:

    „Das kann man aber aufklären, das weiß man heute schon, was da dahintersteht, weil, wir sprechen hier vom Placeboeffekt, weil, wenn der Behandelnde, die Eltern des Säuglings, die ihn jetzt mit homöopathischen Kügelchen behandeln, an diese Therapieform glauben, dann treten sie mit einer gewissen Haltung, mit einer Ausstrahlung, einem Charisma dem Säugling, aber auch dem Tier, der Kuh, der Bauer, gegenüber… Allein das Verabreichen, die Art, dass man dazu spricht, das wird jetzt wirksam sein, nimm das, das wird jetzt sicher helfen. Diese Art, man muss daran glauben. Da gibt’s Studien dazu, die zeigen, dass dieser Effekt von Charisma und Ausstrahlung einen großen Effekt hat und das ist das, was nachher beim Säugling passiert oder auch beim Tier.“
    Wie jetzt? Homöopathie ist Humbug, aber Placebo wissenschaftlich? Bei Tieren und Säuglingen wirken „Haltung, Ausstrahlung, Charisma der Behandler, dass man dazu spricht, das hilft jetzt“?…„Aber man muss daran glauben. Da gibt’s Studien dazu.“
    Nochmal: Am Glauben der Behandler liegt es, wenn die Kuh und der Säugling gesund werden, und das ist wissenschaftlich erwiesen? Welche Studie bitteschön, kann den Glauben der Eltern oder des Bauern messen oder deren Charisma, das Ganze an verschiedenen Probanden wiederholbar machen und zu einem Ergebnis kommen, das da so oder abgewandelt lautet, der Glaube hilft?
    Wie ist denn der Übertragungsweg des Glaubens oder Charismas auf die Kuh? Gibt es da irgendwelche Schwingungen, die gemessen wurden, denn reden kann die Kuh ja nicht?
    Oder gibt es einen nonverbalen Kommunikationsweg? Messbar?
    Dann wäre doch die nächste sich aufdrängende Frage, wie funktioniert das, auf welcher Ebene? Und wäre das nicht ein lohnenswerter Ansatz in der Behandlung von allen Menschen? Aber da wären wir ja wieder direkt bei der Homöopathie und Naturheilkunde, die sich dem Wohl des Menschen auf eine andere, aber ganz offenbar heilende, liebevolle Art nähern und damit wachsenden Zulauf erfahren.
    Die Menschen spüren offenbar Zuwendung, Gesehenwerden und können sehr wohl fachliche Kompetenz einschätzen, auch wissenschaftlich fundierte, und reagieren darauf. Nur wie Ingottesnamen das in eine Studie zwängen, was sooo auf der Hand liegt? Die Homöopathie, ihr Wirkmechanismus ist damit noch lange nicht erkannt – und – auch nicht widerlegt!!
    Nicht allein schnödes Gewinnstreben steht dabei im Mittelpunkt des Interesses der Natur-Mediziner (ich glaube, von Naturheilkunde ist noch niemand reich geworden), sondern ihre eigene tief empfundene Freude darüber zu helfen; und ganz besonders interessiert der lebendige, wenn auch mitunter leidende Mensch.
    Es erübrigt sich zu sagen, dass diese Erkenntnis weder neu noch wissenschaftlich bewiesen ist, aber dennoch das schulmedizinisch basierte Gesundheitssystem fundamental in Frage stellt, dessen Entwicklung immer mehr hin zu einer unmenschlichen, allein auf Wirtschaftlichkeit und finanzielle Effizienz ausgerichteten Instanz gerät. Und vielleicht ist die Naturheilkunde deshalb deren Vertretern ein Dorn im Auge.
    Entgegen anderslautenden Behauptungen sind durch Heilpraktiker weit, weit weniger Schäden für Leib und Leben ihrer Patienten entstanden als ihnen, ganz unwissenschaftlich, nämlich nicht zahlenbasiert, von den erwähnten Vertretern / Gegnern unterstellt werden.
    Ich bemühe jetzt eben nicht den Vergleich zur Schulmedizin, die sich ganz anderen Problemen gegenübersieht und gegen die wir uns nicht ausspielen lassen sollten. Naturheilkunde ist eben komplementär und kein Ersatz für Schulmedizin und umgekehrt!
    Aber wenn der Heilpraktikerberuf auf den Prüfstand gehoben wird, dann gehört die Schulmedizin schon längst dahin. Deren Grenzen der Leistungsfähigkeit würden noch mehr überschritten werden, sollte es den Heilpraktiker nicht mehr geben. Von Patientenwohl kann dann erst recht keine Rede mehr sein.
    Naturwissenschaft, echte Wissenschaftlichkeit ist ergebnisoffen. Es kommt auf die Fragestellungen an, auf den kreativen Geist, ja – auch in der echten Wissenschaft gelangen nur kreative Geister zu durchschlagenden neuen Erkenntnissen – der auf ein ihn umtreibendes Problem Fragen entwickelt, um sie zu beantworten und dabei auf hin und wieder überraschende Antworten stößt oder der Hypothesen entwickelt, die erst die folgenden Wissenschaftsgenerationen beantworten, beweisen, widerlegen, immer aber daraus lernen und es besser machen können.
    Ein Pharmakologe wie Herr Prof. Ruth wird immer nur die Frage nach vorhandenem Wirkstoff, Menge, Konzentration uä. stellen – ganz klar – hier in der Homöopathie nicht nennenswert. Übrigens molekülfrei ist, wie Herr Prof. Ruth so umstandslos behauptet, auch bei der x.ten Potenzierung keine Dilution, nur reagieren die Moleküle derart „vereinzelt“ anders, als in größerem Verbund – Molekuarbiologie. Soviel zur Wissenschaftlichkeit der im Beitrag zu Wort Kommenden.
    Aber vielleicht fände ein Informatiker, ein Kybernetiker, ein Quantenphysiker, ein Philosoph eine ganz andere Antwort? Vielleicht entwickelt jemand irgendwann ein Modell, das zeigt, wie Informationen eines Wirkstoffes Eingang in den Organismus eines kranken Menschen finden und dessen System darauf reagiert? Es wäre ja auch ziemlich kontraproduktiv, beispielsweise die Brechnuß (Nux vomica) als Wirkstoff gegen Übelkeit und Erbrechen einzusetzen, wenn es nicht potenziert wäre. Nux vomica ist toxisch und löst Übelkeit und Erbrechen aus – das zeigen uns Untersuchungen und die Erfahrung, dafür brauche ich keine Studie zu bemühen. Also genau das, wogegen ich angehen will. Ich bin leider keine Homöopathin, aber so viel hat sich zu mir denn doch rumgesprochen, der Leitspruch Hahnemanns war, „Gleiches mit Gleichem“ zu behandeln. Aber natürlich eben nicht in toxischer Konzentration, es kam ihm ganz offenbar auf etwas anderes an, auf die Signatur einer Pflanze, eines Wirkstoffes, mit heutigen Worten, auf der zugrundeliegenden Information und wie diese sich speichern und übertragen lassen könnte.
    Warum das hilft, das herauszufinden ist vielleicht Aufgabe von Grundlagenforschung, aber nicht die einer homöopathischen Gesellschaft, und Frau Dr. Geiger muss sich dafür auch nicht rechtfertigen, auch wenn ein Herr Hünefeld da zehnmal insistiert, um, ach wie langweilig und durchschaubar, zu zeigen, dass die Homöopathen alle bestenfalls schwachsinnig, schlimmstenfalls Betrüger sind.
    Damit entlässt uns der Beitrag, diesen Akzent medienwirksam an den Schluss gesetzt.
    Übrigens wird gleich noch mal eben die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten, Veronica Carstens, mit erledigt, indem der Beitrag nahe legt, dass sie aufgrund ihrer einflussreichen Position, Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin (nicht nur Homöopathie) den Weg in das deutsche Gesundheitswesen geebnet hat „massive Lobbyarbeit“ – so was wie Amtsmissbrauch, könnte der unvoreingenommene Betrachter denken.
    Dann kann man auf der ARD Internetplattform abstimmen, aber nicht einfach gegen oder für die Homöopathie, sondern als Fürsprecher nur mit vorgefertigten Text, mit dem ich als Abstimmender gleich noch zugebe, dass „Homöopathie nicht wirkt, mir das aber egal sei“. Seriös oder auch nur minimal fair ist was anderes.
    Weiterhin fiel mir wie auch anderen Kommentatoren auf, dass die eingeblendete Statistik der Abstimmungsergebnisse trotz der überwiegenden Kommentare der Fürsprecher von gleichauf der Gegner wie der Fürsprecher (47% dagegen, 47% dafür, Rest unentschieden) binnen weniger Stunden die Prozente der Fürsprecher auf läppische 3% im Sturzflug gesunken sind – wie sollte das wohl möglich sein?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre
    Kerstin Holdt
    DO.CN, Heilpraktikerin in eigener Praxis

    • Antworten

      Kompliment für diesen Brief.
      Mich wundert immer, dass niemand den Zweiflern erklärt, dass mit dem homöopathischen Mittel energetisch die Information einer ähnlichen Krankheit übermittelt wird. Dadurch wird das Immunsystem des Kranken aktiviert und es heilt die ursprüngliche Krankheit gleich mit. Deshalb Ähnliches mit Ähnlichem heilen. So habe ich das jedenfalls in meiner Ausbildung zur klassischen Homöopathin gelernt.

    • Antworten

      Dr. Heinrich Hümmer

      Danke Frau Holdt,
      sehr sehr eindrücklich, umfassend und einfühlsam geschrieben!
      Zusammen sollten wir die Stimme erheben gegen die religiös anmutende Gesinnungs-Diktatur, die sich hinter einem unredlichen Wissenschaftsbegriff-Monopol zu verstecken sucht.
      Dr. Heinrich Hümmer

  2. Antworten

    Steff

    Super Brief! Inhaltich und fachlich gut argumentiert und geschrieben. Würde ihn gerne teilen wenn ich darf.
    Nur war Hahnemanns Leitsatz nicht ‘Gleiches mit Gleichem’ heilen sondern ‘Ähnliches mit Ähnlichem’ (Homöopathie = von altgriechisch ὁμοῖος homóios ‚gleich, gleichartig, ähnlich‘ sowie πάθος páthos ‚Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl‘; wörtlich also „ähnliches Leiden“).

  3. Antworten

    Dieter Schleusener

    Frau Holdts Kommentar ist so ziemlich das Beste, was in in der letzten Zeit zur Verteidigung der Homöopathie gelesen habe. Ich habe jahrzehntelange Erfahrung mit Homöopathie gemacht, sowohl als Patient als auch als HP. Mein Schluss ist, wer von der Schulmedizin als unheilbar entlassen wird und die Homöopathie dennoch ablehnt, ist selber schuld. Wir können mit dieser HEIL-Methode helfen, wo andere längst aufgegeben haben. Und von wegen Placebo: Kann eine Placebowirkung eine schwere Erkrankung innerhalb 4 Stunden ausheilen und diese Heilung hält dann jetzt schon 39 Jahre an? Das ist mir mit einer Patientin ‘passiert’. Ich habe keine Antwort darauf, ich beschäftige mich nicht mit Placebowirkung. Nicht zu vergessen ist auch, dass Homöopathie in vielen Ländern der Welt fester Bestandteil des Gesundheitssystems ist. Aber wir müssen wachsam bleiben, in den USA ist dieses Heilverfahren viel stärker unter Beschuss als bei uns und die FDA bereitet anscheinend ein Verbot homöopathischer Medikamente vor.

  4. Antworten

    K_D

    Stellungnahme zum Film “Homöopathie – Die Macht der Kügelchen” von Patrick Hünerfeld
    [Etwas gekürzt wurde der folgende Text auch als förmliche Programmbeschwerde gemäß § 11 SWR Staatsvertrag an den SWR geschickt.]

    Gratulation! Ein gut gemachter Film!
    Engagiert ficht Herr Hünerfeld für seine Überzeugung, dass Homöopathie Humbug ist.
    Dafür sind ihm auch Mittel recht, die – in einem öffentlich-rechtlichen Sender eingesetzt – mir große Sorgen bereiten: Verzerrung, Tilgung, Falschbehauptung – also die ganze Palette klassischer Manipulations¬techniken. *)
    Ich greife im Folgenden nur ein paar Beispiele heraus.

    (1) Verzerrung:
    (a) Es fängt schon „einseitig“ an – Eingangs-Zitat (swr.de/wissen/Heilung-oder-Humbug,homoeopathie-auf-dem-pruefstand-100.html): „Die Homöopathie polarisiert: Auf der einen Seite begeisterte Patienten mit ihren homöopathischen Ärzten. Auf der anderen Seite bekämpfen Experten und Institutionen die Homöopathie.“
    Gut gemacht: Aha, jedem muss spätestens jetzt klar werden, dass Begeisterte und Homöopathen keine Experten sind …!

    (b) Im Film lässt Herr Hünerfeld dann Pro- und- Kontra-henten auftreten. Frau Dr. Geiger ist wahrscheinlich eine hervorragende Ärztin, die intuitiv ein passendes Mittel verordnen kann – die Homöo¬pathie jedoch vor laufender Kamera zu vertreten, überfordert sie vollkommen. Eine gute Wahl, klasse gemacht für die Zielrichtung dieses Films!

    (c) Anschließend wird Dr. Behnke von der Carstens-Stiftung geradezu vorgeführt – auch er ist hier kein Aushängeschild für die Homöopathie, aber ein willkommenes Opfer für die Intention dieser Sendung. Gut gemacht: Sein hilfloses Grinsen wird genüsslich wieder und wieder zur Schau gestellt.

    Es gibt zwar eine Menge Leute, die sachlich und kompetent pro Homöopathie beitragen könnten, aber die hätten sich in diesem Film halt – nicht gut gemacht: Sie würden die Darstellung des Films allzu sehr in ein offensichtlich unerwünschtes Gleichgewicht gebracht haben.

    (2) Tilgung:
    (a) Was bezweckt Herr Hünerfeld mit dem hartnäckigen Herumreiten auf der Frage nach den Wirkungsmechanismen der Homöopathie? In Anbetracht der Tatsache, dass für überhaupt keine Medikamente, also auch nicht für allopathische, eine Darstellung der Wirkungsweise für die Zulassung benötigt wird, geht es im Film wohl kaum um Information oder Klarheit, sondern um herabwürdigende Meinungsmache. Wirklich schlau gemacht. – Die Information, dass es ja bei ganz vielen Medikamenten Unklarheiten hinsichtlich der Pharmakodynamik gibt, wird unterdrückt. (Man frage mal in der Apotheke nach dem Wirkmechanismus von Paracetamol, Novalgin, Chinin etc.etc. – und übrigens gibt es hinsichtlich homöopathischer Grundlagenforschung durchaus auch Ansätze für eine Erklärung **)).

    (b) Zwar wird Frau Dr. Geiger als Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins der homöopathischen Ärzte vorgestellt; Frau Prof. Hübner aber nicht als Mitglied des Münsteraner Kreises („Hardcore-Anti-Homöopathen“).
    Gut gemacht, denn so entsteht der Eindruck, dass irgendwelche Ärzte, die so nett und vernünftig sind wie Frau Hübner, eigentlich sowieso und generell nichts von Homöopathie halten.

    (c) Die in diesem Zusammenhang überlaut (als ob das an der Tagesordnung sei) herausgestellte Idee, eine schulmedizinische Krebsbehandlung durch Homöopathie zu ersetzen, ist ja allerdings furchteinflößend (und, obgleich nur Einzelfälle, genauso zu verurteilen, wie die, im Vergleich zur komplementären Medizin, vielfach höhere Todesrate durch allopathische Therapie und Medikation und z.T. unnötige Eingriffe.)

    (d) Der Auftritt des Pharmakologen Prof. Ruth ist recht peinlich: Er hat einen wirklich bewundernswert tiefen Glauben an die Wirkung des Charismas von Eltern oder Bauern auf die Heilung von Säuglingen oder Kühen (und wie ist das bei Pflanzen, die ja ebenfalls auf homöopathische Gaben ansprechen?!). Er gründet seine Argumentation auf das rein materialistische Argument, dass ab einer bestimmten „Verdünnung“ ja kein Wirkstoff mehr, also „Nichts“**), enthalten sei. Dieser unfassbar platte Reduktionismus, der zur Erklärung des Lebendigen eben nicht reicht, ist weder neu noch genial, wird aber im Film als der Weisheit letzter Schluss dargestellt.

    (2) Unwahrheiten:
    Die im Film (und überhaupt von Homöopathie-Skeptikern) gerne und ausdauernd und mit rhetorischer Emphase vorgebrachte Behauptung, es gäbe keinen („keinen einzigen“!) Nachweis der Wirksamkeit homöopathischer Medikamente ist schlicht falsch. Man kann ja unterschiedlicher Meinung über den Einsatz homöopathischer Medikamente sein und muss durchaus auch in Frage stellen, ob Homöopathie in jedem Falle angezeigt ist.
    Fakt ist aber: Es wurden hunderte von Arbeiten, sowohl zu homöopathischer Grundlagenforschung als auch randomisierte kontrollierte Studien veröffentlicht, die bei verschiedenen Erkrankungen positive Effekte signifikant nachweisen. ***)

    Fazit:
    Prof. Ruth entlarvt unfreiwillig-komisch immerhin den einseitigen Ansatz der ganzen Sendung:
    Mit welch anmaßendem Sendungsbewusstsein kommt diese „Dokumentation“ eigentlich daher?!: Hinter uns liegen gerade mal wenige Jahrzehnte moderner Naturwissenschaft, vor uns (hoffentlich) noch vielhunderttausendmal mehr Jahre spannender Forschung. Wer den Geheimnissen der Quantenphysik und der Relativitätstheorie oder den ständig neuen unglaublichen Widersprüchen in der aktuellen astronomischen Forschung begegnet und deren Implikationen für die von uns Menschen noch vollkommen undurchschaute Vernetzung von Mensch, Natur und Kosmos, kann nur ganz bescheiden konstatieren:
    Die Welt ist unfassbar viel rätselhafter und wunderbarer, als wir auch nur irgendwie ansatzweise ahnen!
    Und „wo ein überbordender Materialismus und Positivismus seine zum Teil recht üblen Blüten treibt“ (Heitler, Quantenphysiker) entspringen viele Argumentationen gegen Homöopathie einer wirklich peinlichen Hybris (oder handfesten Macht- und Geldinteressen)!

    Aus einem solchen „Nie-und-Nimmer-Film“ kommt nichts heraus, was dem Leben wirklich dient. Wir brauchen aber offene Türen für zukunftsträchtige Ideen, statt Enge und Angst angesichts einer die eigene Weltanschauung bedrohenden Methode. Etwas scheinbar Unmögliches nicht doch, wenigstens als Arbeitshypothese, für möglich zu halten, bremst jeden Fortschritt; es schneidet ab von der Vielfalt des Lebens und potenzieller Lebens- bzw. Forschungswege!

    Aus all dem erklären sich nun meine eingangs geäußerten Sorgen:
    Ich frage mich, in welchem Umfang von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten womöglich auch auf anderen Gebieten mit ähnlichen Mitteln manipulierende Meinungsmache betrieben wird – bezahlt von meinen Zwangsbeiträgen?!
    Ich befürchte, dass der Kügelchen-Film hinsichtlich Objektivität/ Überparteilichkeit, gewissenhafter Recherche, Ausgewogenheit und Wahrheitstreue gegen den Staatsvertrag über den Südwestrundfunk verstößt.****)

    Summa summarum: „Die Macht der Kügelchen“ – ein gut geMACHTer Film. Ein Mach[t]werk!

    ____________________________
    *) Leider hat sich die organisierte Homöopathie-Skeptiker-Bewegung Manipulation als ein probates Mittel verordnet – mittlerweile ins Extrem übersteigert, wenn z.B. mit hunderttausenden von Bots ein SWR-Voting zur Homöopathie manipuliert wird (auf der entsprechenden SWR-Homepage findet sich hierzu seit dem 2.2.20 nur der Hinweis „… aufgrund von Auffälligkeiten bzw. technischen Unregelmäßigkeiten“ entfernt. Wie riesengroß muss die Angst mancher Menschen sein, dass ihr Weltbild erschüttert und vielleicht für Neues, Un-Erhörtes geöffnet werden müsste!
    **) Ein Beispiel: Wenn in hochpotenzierten Globuli „Nichts“ drin ist, liegt vielleicht genau darin der Schüssel: „Lange war man überzeugt, das Vakuum beschreibe einen leeren Raum. Doch die Quantenphysik belehrt uns eines Besseren: Es ist erfüllt von Quantenfeldern, die zu seltsamen Phänomenen führen. In den nächsten Jahren wollen Forscher in einer Reihe von Experimenten nach und nach die letzten Geheimnisse des Nichts enthüllen.“ (Zitat aus „Spektrum der Wissenschaft“, Dezember 2019) – Hier sei nur ein Aspekt angedeutet, was das mit Homöopathie zu tun haben könnte: Es gibt im Körper Strukturen, die dieselbe Offenheit haben, wie leerer Raum: In den sog. Mikrotubuli, in denen „Nichts“ ist, könnten, auch durch homöopathische Gaben, Quanteneffekte in einer Art ausgelöst werden, die mit unserer begreifbaren Wirklichkeit nicht übereinstimmen. (siehe z.B. http://www.arxiv.org/pdf/quant-ph/0204021)
    ***) Siehe z.B. http://www.wisshom.de/whwp/wp-content/uploads/2019/11/forschungsreader_2016.pdf , https://www.hri-research.org/de/informationsquellen/homeopathy-faqs/there-is-no-scientific-evidence-homeopathy-works/ , http://www.ifaemm.de/F11_homeo.htm , https://www.quellenhomoeopathie.de/Literatur-Quellenmethode-quellenorientierte-Arzneimittel-Verschreibung/Homoeopathie-fuer-Skeptiker-Droemer-Knaur.html , https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/02/08/inquisition-gegen-die-homoopathie-als-ruhestands-hobby/ .
    Hierzu aktuell (10.2.20): Der CSU-Politiker Bernhard Seidenath, Gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion, empfiehlt Verbänden der Homöopathie juristische Schritte gegen Falschbehauptungen von Gegnern der Homöopathie.
    Zitat aus https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/02/08/inquisition-gegen-die-homoopathie-als-ruhestands-hobby/ (Dr. Hümmer): „Es sind die immer gleichen, zum kleinen Teil berechtigten, in der Mehrzahl aber polemisch angehauchten und teilweise auch definitiv falschen Aussagen zur Homöopathie, die einerseits für die Homöopathie eine Aufforderung darstellen, sich klarer zu positionieren und abzugrenzen, die andererseits in ihren Suggestiv-Unterstellung schwer zu demaskieren sind und die schon vielfach widerlegt wurden.“
    ****) Aus dem Staatsvertrag über den Südwestrundfunk:
    – Der SWR „hat in seinen Angeboten einen objektiven und umfassenden Überblick … zu geben.“ (§3)
    – „Der SWR ist … der Wahrheit verpflichtet.“ (§6, 1)
    – „Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten journalistischen Grundsätzen … zu entsprechen. Sie sind gewissenhaft zu recherchieren und müssen wahrheitsgetreu und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen. Die Redakteurinnen und Redakteure sind bei der Auswahl und Sendung der Nachrichten zur Objektivität und Überparteilichkeit verpflichtet.“ (§6, 3)
    – „In allen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse sind die verschiedenen Auffassungen im Gesamt-angebot ausgewogen und angemessen zu berücksichtigen. Das Gesamtangebot darf weder einseitig den Interessen einer Partei oder Gruppe noch Sonderinteressen gleich welcher Art dienen.“ (§6, 4)

    • Antworten

      Monika Beck-Weigand

      Sie haben es auf den Punkt gebracht! Man könnte fast meinen, dass JournalistInnen, die sich für eine ausgewogene Berichterstattung einsetzen, das heißt, eine positive Sichtweise der Homöopathie zeigen, Angst haben müssen, dass sie von ihren BerufsgenossInnen geächtet werden.

  5. Antworten

    Peter Ofenbäck

    Ich möchte hier nur daran erinnern, dass es sich bei der Homöopathie nicht um Naturheilkunde handelt. Ferner ist es in der Tat müßig, nach einem Wirkmechanismus zu fragen, da die Homöopathie keine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung hat. Homöopathie ist ein Glaubenssystem, dass sich von den Lehren seines Stifters Hahnemann recht weit entfernt hat. So etwas wie eine homöopathische Hausapotheke oder homöopathische Komplexmittel widersprechen Hahnemanns Lehre diametral. Homöopathie hilft insofern, als der Behandelnde ein ausführliches Anamnesegespräch durchführt, wodurch sich der Patient ernst genommen fühlt. Es handelt sich um einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Effekt, aber das war es auch schon. Dass homöopathische Medikamente nebenwirkungsarm sind, liegt einfach an ihrer Wirkungsfreiheit. Und dass Homöopathie Kleinkindern und Tieren ebenfalls helfen soll, ist durch den Begriff des “Placebo bei Proxy” hinreichend erklärt.
    Was Menschen wie Norbert Aust umtreibt, ist der Wunsch nach einer aufgeklärten Gesellschaft, die versteht, was Wissenschaftlichkeit bedeutet und zwischen Fakten und Glauben zu unterscheiden vermag. Dabei geht es durchaus nicht um Homöopathie alleine. Aber die Homöopathie ist ein Modellfall für irrationale Glaubenssysteme und wird deshalb ebenso infrage gestellt wie der Glaube an ein Perpetuum Mobile oder an Reptiloide, die angeblich die Menschheit beherrschen.
    Nun bin ich gespannt, ob dieser Kommentar veröffentlicht wird und wie lange er sich ggf. hier halten wird.

    • Trapp
      Antworten

      Hallo Herr Ofenbäck, natürlich veröffentlichen wir auch ihre Meinung hier – teilen tun wir sie nicht. Aber vielleicht möchte ja jemand diesen Brief kommentieren.
      Ihr BPH

    • Antworten

      Dr. Heinrich Hümmer

      Lieber Herr Ofenbäck,
      ich respektiere ebenso wie Herr Trapp Ihre Meinung zur Homöopathie. Und auch ich hatte in den 34 Jahren meiner homöopathischen Laufbahn so manchen zweifelnden Moment, gerade da ich in der Familientradition des Mathamatik- und Physiklehrer-Vaters, dann im abgeschlossenen Dipl. Bauingenieursstudium (siehe Dr. Aust) und dann nach Durchlaufen der vielen medizinischen Fachrichtungen streng “wissenschaftlich” denkend herangezogen wurde. Und auch während der Hausarzt-Tätigkeit mit homöopathischer Ausrichtung bin ich 20 Jahre als Notarzt im Blaulicht-Dienst gefahren.
      Und ich konnte es jahrelang schier nicht glauben, was ich aber klar jenseits jeglichen Placeboeffektes erlebte an homöopathischen Wirkungen. Das i-Tüpfelchen war dann die unmittelbare Remission eines gesichtert mit B-non-Hodkin-Lymphom befallenen Lk in der linken Leiste ab dem 1.Tag nach Gabe eines (zwischenTür und Angel [!] ) gegebenen homöopathischen Mittels.
      https://www.karger.com/Article/FullText/500122
      https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/10/wann-ist-eine-alleinige-adjuvant-homoopathische-tumortherapie-zulassig-und-sinnvoll/
      Natürlich können Sie auch da (weil die genauestens dokumentierte Faktenlage keinen anderen Fehler zuläßt) wie Ihre Skeptiker-Kollegen vom verwechseln von Koinzidenz mit Ursache schwurbeln, aber diese zufällige Koinzidenz (am ersten Tag nach homöopathischem Therapiebeginn) ist dann so wahrscheinlich wie euer sprichwörtlicher Tropfen im Bodensee (von dem ich her komme).
      Und ja, gemessen an unserem DERZEITIGEN Wissenstand ist die Homöopathie irrational [was ist ratio?]. Die Patientin im übrigen, die seit 11/2 Jahren nun schon bei regelmäßiger onkologischer Nachuntersuchung rezidivfrei ist, ist überglücklich , bisher um eine sehr eingreifende Chemotherpie herungekommen zu sein.
      Wollen Sie mal mir ihr oder der mitbehandelnden Onkologin reden? Auch Frau Prof. Hübner ist über den Fall informiert und hatte sich bei Veröffentlichung interessiert an weiteren Hintergrund-Informationen gegeben.
      Anektotischer Einzelfall? In der homöopathischen Literatur kann ich Ihnen 1000de solcherweise gelaufene Fälle zeigen.

  6. Antworten

    Edeltraud Hering

    Guten Tag Herr Ofenbäck,
    ich möchte Ihnen einen Fall schildern aus unserer Familie. Wir werden seit 35 Jahren homöopathisch behandelt. Manchmal werden die homöopathischen Globuli in “verklepperter” Form, also in Wasser gelöst, eingenommen. Dafür steht ein Wasserglas bereit, das wie in diesem Fall für mich bestimmt war.
    So kam mein Mann am Mittag zum Essen nach Hause und klagte über plötzliche, heftige Beschwerden in den Hoden. Am Abend war es unerträglich und wir suchten nach der Ursache. Ich hatte einen Verdacht…….Ich holte die Arzneimittellehre und las ihm in Bezug auf das im Glas verklepperte Arzneimittel die Symptome des Urogenitalbereiches vor. Bei jedem Satz bestätigte er die Symptome, also war klar, er muß versehentlich von dieser Lösung getrunken haben. Homöopathen wissen, dass das Mittel dann so schnell wie möglich antidotiert werden muß, um den Patienten symptomfrei/schmerzfrei zu bekommen. Dies hat der homöopathische Hausarzt übernommen. Nach einem Tag war der Spuk vorbei. Vorsichtshalber konsultierte mein Mann aber einen Urologen, um nichts zu übersehen. Es war alles in bester Ordnung. Die Voraussetzung, dass mein Mann an die Wirkung dieses Mittels geglaubt haben könnte war nicht gegeben, wie erklären Sie sich hier den Placeboeffekt??? Es hat auch niemand wohlwollend mit ihm gesprochen, damit das Mittel wirken könnte, er war ja nicht krank und er wollte kein Mittel einnehmen, es war ein Versehen. Homöopathen wissen, es handelte sich um eine klassische, aber sehr unangenehme Arzneimittelprüfung dieses Mittels. Mein Mann braucht keinen wissenschaftlichen Beweis für die Homöopathie mehr ( so wie im übrigen alle Homöopathen diesen nicht brauchen), denn es handelt sich um eine Erfahrungsheilkunde, wie hier eindrücklich geschildert wurde. Und es ist aus meiner Sicht ein “Beweis”, dass die Wirkung deutlich über den Placeboeffekt hinaus geht. Ich möchte nun nicht sagen, ich wünsche Ihnen diese (sehr schmerzhafte) Erfahrung auch einmal, aber sicher würden Sie dann ins Grübeln kommen. Ich möchte noch anmerken, dass ich keinesfalls ein Gegner der Schulmedizin bin, ich schätze sie sehr. Dennoch bin ich froh, wann immer es möglich ist, mit der Homöopathie klar zu kommen. Begegnen wir uns doch in gegenseitigem Respekt ohne Anfeindungen und (Negativ)Berichterstattungen, die wie in dem o.g. Beitrag des SWR leider sehr manipuliert wurden, so dass jeder unschwer erkennen konnte in welche Richtung es gehen sollte. Dafür sollte sich ein öffentlich rechtlicher Sender nicht hergeben und im übrigen auch die wunderbaren homöopathischen Ärzte (wie zum Beispiel Frau Dr. Geiger) in Zukunft nicht mehr. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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