“Ich habe vertraut und war geduldig“

Pavananthan Ponnambalam, er ist 45 Jahre alt, litt rund 15 Jahren an der Hautkrankheit Vitiligo, auf Deutsch Weißfleckenkrankheit. Inzwischen fallen die wenigen weißen Hautflecken bei ihm fast gar nicht mehr auf, Dank Homöopathie. Die Krankheit ist ungefährlich und nicht ansteckend, kann aber für den Betroffenen sehr unangenehm sein. Eine Pigmentstörung ist dafür verantwortlich, die entweder am ganzen Körper oder nur im Gesicht, auf Händen und Füßen auftreten. Wir trafen uns zum Interview in einem Berliner Park – Interview mit Corona-Abstand.

Wann hat die Erkrankung bei Ihnen begonnen?

Neben meinem linken Auge habe ich vor rund 15 Jahren zum ersten Mal einen kleinen weißen Flecken bemerkt. Irgendwann hatten sie sich dann ausgebreitet – ich hatte sie im Gesicht, am Körper und auch an Armen und Händen. Am Anfang habe ich erst einmal gar nichts gemacht, erst als es schlimmer wurde, bin ich zu einem Hautarzt gegangen und wurde zur Charité überwiesen.

…und wie sah dann die Behandlung aus?

Zunächst wollten die Ärzte mich dort gar nicht behandeln, weil es ja keine richtige Krankheit sei, weder weh tue noch ansteckend sei…, auch könne man nicht viel machen, außer mit Cortison. Diese Salbe sollte ich aber nur zwei Wochen benutzen und ich konnte auch bald erste Besserungen sehen. Ich war zufrieden, da ich dachte, dass es gut geholfen habe. Aber nach einem knappen Jahr kamen die Flecken wieder, und zwar doppelt so stark als zuvor. Ich also wieder zu einer Hautärztin, sie verschrieb mir die schon bekannte Salbe, die dann aber nicht gewirkt hat, im Gegenteil, die Flecken weiteten sich immer stärker aus.

Wie haben Sie darauf reagiert?

Ich habe resigniert, aber auch die Krankheit akzeptiert. Inzwischen hatte ich sie seit vier Jahren und mich an sie gewöhnt, nur in der Öffentlichkeit habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt.

Und dann kamen Sie zur Homöopathie?

Genau, durch einen Zufall habe ich eine homöopathische Ärztin in Berlin kennen gelernt, die Allgemeinmedizinerin Dr. Sonia Seddighi. Am Anfang stand die Fallaufnahme, diese Anamnese hat etwa zwei Stunden gedauert. Viele, viele Fragen wurden gestellt, von meiner Kindheit bis hin zu meinen Sorgen heute. Und dann bekam ich die ersten Globuli, sie wurden wiederholt und es hieß abwarten. Engmaschig blieben wir im Gespräch – Geduld war gefragt. Ich habe mich in der Behandlung wohl gefühlt und der Ärztin vertraut – es war übrigens mein erster Kontakt mit der Homöopathie. Ich habe nicht an die Homöopathie geglaubt, ich habe gehofft, dass sie mir hilft.

…und was geschah mit Ihrer Haut?

Es verging rund ein halbes Jahr, als die Veränderungen langsam eintraten und ich an manchen Stellen sehen konnte, dass sich wieder Pigmente entwickelten. Das gab Mut und ich machte weiter, achtete weiterhin auf meine Ernährung, vermied arzneiliche Stoffe wie etwa Minze in der Zahnpasta und tat alles dafür, dass die Therapie zum Erfolg führte. Nach rund einem Jahr war meine Haut wieder so gut wie geheilt. Ich gehe nach wie vor regelmäßig in die Sprechstunde von Frau Dr. Seddighi und bin ich einmal krank, lasse ich mich nur noch homöopathisch behandeln.

Macht man den Vorher – Nachher Vergleich, sind Sie ja kaum mehr wieder zu erkennen.

Ja, das fand eine Polizei-Beamtin an der Pass Kontrolle am Flughafen Schönefeld neulich auch. Sie sah sich mein Foto im Pass sehr lange an und schaute sehr intensiv zu mir, bis sie sagte: ´Das haben Sie alles wegbekommen?`.

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