Immer mehr Tiere leiden an Heuschnupfen – Homöopathie kann helfen

Hunde und Katzen leiden immer häufiger an Allergien, besonders betroffen sind jüngere Tiere zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Ihnen kann die Homöopathie helfen. Die häufigsten Allergieauslöser bei unseren Haustieren sind Hausstaubmilbenkot, Schimmelsporen, sowie Baum- und Gräserpollen – somit beginnt für sie jetzt auch die Heuschnupfensaison mit den Frühblühern Hasel und Weide. Als Allergie bezeichnet man  im Allgemeinen die Überreaktion der Immunorgane auf an sich harmlose Reize, wie etwa Pollen. Schätzungen ergeben, dass fast  jeder 5. Hund und Katze betroffen ist. Allergische Symptome bei Hunden können denen bei Menschen zwar ähneln – häufig stehen bei Hunden mit Allergien aber auch andere Krankheitszeichen im Vordergrund. Häufig zeigen an Heuschnupfen leidende Hunde eines oder mehrere dieser Symptome: Juckende Haut oder einen Hautausschlag, Atemprobleme oder laufende Nase,  Niesen und tränende Augen. Diese sogenannten Inhalationsallergien treten bei Tieren selten allein auf, in der Mehrzahl der Fälle gibt es begleitend Futter- oder Kontaktallergien.

Die Ursache für Allergien sind aus homöopathischer Sicht erbliche Belastungen

Meistens ist eines der Elterntiere sehr wahrscheinlich ebenfalls  Allergiker. Auch schwere chronische Erkrankungen wie Arthrosen, Krebs oder körperliche Mißbildungen wie z.B. verkürzte Kiefer können bei nachfolgenden Generationen über eine Heilungskaskade zu Allergien führen. Bei einer professionellen Allergiebehandlung werden diese Faktoren mit in der Therapie berücksichtigt. Erst diese Vorgehensweise ermöglicht einen langfristigen Erfolg bis hin zu einer möglichen Heilung. Die in diesem Text aufgezeigten Mittel haben bei leichteren Fällen eine sehr gute, bei mittelschweren Allergien eine entlastende Wirkung. Gemischte allergische Erkrankungen  oder Kombinationen mit anderen Krankheiten sind mit diesen einfachen Medikationen nicht dauerhaft zu beeinflussen.

Mittel und Dosierung

Arum triphyllum  D6  3-4x täglich: Typisch ist das plötzliche Auftreten der Beschwerden bei Aufenthalt im Freien. Schwellungen der Nase bis hin zur Verstopfung, reichlich gelber Nasenfluss.

Gelsemium D30 täglich morgens: Ebenfalls wetterbedingt tritt bei feuchter Wärme Heuschnupfen auf, vor allem mit einem wundmachenden Fliesschnupfen. Das Tier macht einen benommenen Eindruck, begleitet von leichtem Fieber. Die Bewegungen sind langsam und gedämpft. Die Augen schimmern  glasig, die Oberlieder hängen leicht herab. Es sucht ein warmes Plätzchen.

Pulsatilla D6  4x täglich: Katzen leiden besonders unter verstopfter Nase. Sie müssen durch den Mund atmen, was sehr beschwerlich ist und häufig deswegen kaum Fressen.

Sinapis nigra D6. 3x täglich, wenn nur ein Nasenloch verstopft ist und ohne dass Absonderungen auftreten.  Niesen verstärkt sich abends, hört im Liegen auf. Aus den Augen kommen erst Tränen, dann dicker Schleim. Der Hals ist trocken, das Tier hüstelt, wird heiser. Ein typischer Mundgeruch nach Zwiebeln begleitet die Beschwerden.

Natrium muriaticum D6, wenn Tag und Nacht Fliesschnupfen plagt. Niesanfälle sind häufig, das Tier kneift die Augen zu, man sieht, dass gleich ein Nieser kommen müsste, aber es kommt keiner! Trockener Hals, Halsschmerzen und eine verstopfte Nase folgen. Der Patient schmatzt. Die Zunge ist weiss belegt. Auffallendes Begleitsymptom ist häufiges Nägelkauen.

Sabadilla  D12  3-6x täglich. Anfallsweises Niesen mit Trockenheit oder starkem wässrigen Ausfluss.  Manche Niesattacken sind so heftig, dass das Tier mit dem Kopf auf den Boden aufschlägt. Die Wirkung setzt innerhalb von Minuten ein!

Nux vomica D6  3x täglich, wenn das Niesen überhaupt nicht aufzuhören scheint, es kommen 30 oder 40 Nieser.   Diese Patienten sind sehr kälte- und zugluftempfindlich. Bei Erkrankung befinden sie sich oft in gereizter Stimmung, und reagieren  bei Geräuschen auch bösartig.

Tipp: Bei allen langanhaltenden Augenentzündungen muss an eine Allergie als Ursache gedacht werden. Nach der akuten Phase mit wässrigen Absonderungen sind Eiterungen oft die Folge. Solche  Beschwerden sind für eine Selbstbehandlung nicht mehr geeignet. Der Fachmann sollte zu Rate gezogen werden.

Den Pollen aus dem Weg gehen

Erkundigen Sie sich, wann welche Pollen fliegen, dann läßt sich ihnen leichter aus dem Weg gehen. Mit ein paar Maßnahmen können Sie in der Heuschnupfenzeit Ihrem Tier das Leben leichter machen:

  • Halten Sie das Fell Ihres Hundes kurz
  • Das Tier möglichst viel im Haus halten
  • Das Ruhekissen oder das Körbchen regelmäßig heiß waschen
  • Halten Sie den Rasen in Ihrem Garten möglichst kurz.

 

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