Interview mit Referentin des Webinars: Giftfreies Gärtnern mit Homöopathie

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) veranstaltet sein erstes mehrteiliges Webinar zu einem Pflanzenthema. Wir freuen uns, dass wir dafür Cornelia Maute, Co-Autorin des bekannten Buches Homöopathie für Pflanzen, gewinnen konnten. Im Interview gibt sie uns erste Einblicke in das Thema Giftfreies Gärtnern mit Homöopathie.
 
 
 
Das erste von vier Webinaren Giftfreies Gärtnern mit Homöopathie findet statt am Donnerstag, den 12. November 2020 um 18:00 Uhr, Kosten pro Webinar 12 Euro. Im ersten Teil werden die Grundlagen und Witterungsfolgen gezeigt, dann folgen in den Teilen 2 bis 4 die Bereiche Verletzungen, Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Bitte melden Sie sich an über edudip.
 
  • Lässt sich die Homöopathie bei allen Pflanzen in Haus & Garten anwenden?

Ja! Homöopathie hat eine stärkende und ausgleichende Wirkung auf alles Lebendige, und Pflanzen zeigen alle Merkmale von Leben, nämlich Stoffwechsel, Reaktionen auf Reize, Wachstum, Vermehrung und Tod. Ob Sie zum Beispiel einen Läusebefall beim Ficus, beim Apfelbaum oder den Tomatensträuchern sehen, spielt keine Rolle. Wir empfehlen seit Jahren Homöopathie bei all diesen Pflanzen, und zwar nicht nur im Hausgarten, sondern auch bei Obst- und Gemüseproduzenten, Landwirten und Winzern.

  • …also regt die Homöopathie auch bei Pflanzen die Selbstheilungskräfte an?

Genau, die Homöopathie stärkt das Individuum in seiner Kraft zur Selbstregulation. Für Pflanzen heißt das, dass Schädlinge und Krankheiten weniger Chancen haben, einzudringen und Schaden anzurichten. Gestärkte Pflanzen sind viel weniger anfällig.

  • Mit welchen Pflanzenkrankheiten haben Sie besonders gute Erfahrungen gemacht?

Eigentlich kann man nicht genau sagen, welche Erfahrungen besonders herausragend waren. Generell kann man akute Probleme wie Schädlingsbefall, schwächende Witterungsfolgen oder eine Verletzung als Einsteiger besser erkennen und damit auch leichter behandeln. Die Behandlung von Pflanzenkrankheiten ist da schon etwas komplexer und könnte vielleicht fast mit einer chronischen Erkrankung verglichen werden, aber auch das ist gut erlernbar.

  • Bitte erzählen Sie uns ein kurzes Beispiel…

Ein gut nachvollziehbares Beispiel ist ein Witterungsschaden, der aufgrund plötzlich auftretender Kälte mit schnellem Temperaturabfall und kaltem Wind einhergegangen ist. Viele Pflanzen werden uns dies zeigen durch blasse, hellgrau verfärbte Blätter, die teilweise auch glasig-durchsichtig sein können. Was sehen wir? Das sind genau die Symptome und Beschreibungen für das homöopathische Mittel Aconitum. Wenn ich diese Pflanze mit Aconitum behandle, wird sie die erfrorenen Teile schnell abstoßen und sehr zügig alle Energie in einen gesunden Neuaustrieb schieben. Es gibt aber auch Pflanzen, welche nach einem Kälteschaden ganz andere Symptome zeigen, nämlich rötlich-braune Verfärbungen an Blättern oder Stängeln. Das ist zum Beispiel bei Rosen der Fall. Daher würde dann das homöopathische Mittel Belladonna zum Einsatz kommen. Damit kann man auch die Ähnlichkeitsregel veranschaulichen.

  • Wie verabreiche ich der Pflanze das Mittel?

Die Globuli werden in Wasser aufgelöst und mit der Kanne oder einem Spritzgerät ausgebracht. Das Gerät sollte einmal mit frischen Wasser ausgespült werden. Vorwiegend wird der Wurzelbereich gegossen. Bei Schädlingen oder Pilzerkrankungen wird auch das Blattwerk mitgegossen, falls das möglich ist. Man sollte nicht bei voller Sonneneinstrahlung gießen und natürlich auch nicht während einer starken Regenperiode. Als Wassermenge empfehle ich so viel, wie man auch bei einem normalen Gießvorgang nehmen würde.
Auf meiner Website finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine Dosierungstabelle.

  • Bitte stellen Sie sich uns vor.

Mein beruflicher Werdegang ist komplex: zunächst bin ich staatlich anerkannte Logopädin. Heute arbeite ich in diesem Beruf noch stundenweise, da die Homöopathie einen Großteil meiner Zeit benötigt. Meine Eltern begannen vor vielen Jahren in ihrem Hausgarten, die Pflanzen mit Globulilösungen zu behandeln, und stellten erstaunliche Erfolge fest. Meine Mutter Christiane Maute ist Heilpraktikerin für Klassischen Homöopathie und veröffentlichte dann im Jahr 2011 ihren großen Erfahrungsschatz. Es entstand das Buch “Homöopathie für Pflanzen”. Das Thema hat mich sehr schnell fasziniert. Mit Erscheinen des Buches wurde eine kleine Welle losgetreten, die schnell größer wurde, und es gab sehr viele Anfragen nach Beratungen und Vorträgen. Zusammen mit anderen Interessierten – einer Handvoll Gärtnern und Winzern – begann meine Ausbildung zur “Pflanzenhomöopathin”. Kurz darauf gründeten wir unseren Online-Beratungsdienst, und ich konnte als Co-Autorin des Buches mitarbeiten. Inzwischen wurde das Buch in 11 Sprachen übersetzt und bald erscheint die 15. Auflage. Um die Homöopathie noch mehr zu vertiefen, habe ich 2017 noch die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin abgeschlossen.
Inzwischen organisiere und betreue ich den Beratungsdienst in Eigenregie und bin regelmäßig zu Vorträgen und Seminaren im In- und Ausland eingeladen.

  • Was treibt Sie an sich für Homöopathie bei Pflanzen so zu engagieren?

Meine tägliche Motivation sind die bereichernden Kontakte mit meinen Kunden und die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Erfahrungen. Und besonders freue ich mich, wenn eher kritische Anwender über die Erfolge an ihren Pflanzen dann auch für sich selbst oder für ihre Haustiere zur Homöopathie kommen.

Vielen Dank, Frau Maute! Wir freuen uns auf das Webinar am 12. November mit Ihnen.

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Unsere Selbstmedikations-Broschüre ´Homöopathie to go` stellen wir Ihnen hier vor.

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