Wen wählen? Fragen an die Parteien zur Landtagswahl Baden-Württemberg

Landtagswahlen am 14. März: Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) hat SPD, FDP, CDU und Bündnis90/Die Grünen befragt, wie sie zur Homöopathie bzw. zur Integrativen Medizin stehen und inwieweit die jeweilige Partei diese Medizin fördern wird. Da die Linke nicht im Landtag vertreten ist, haben wir sie nicht gefragt. Die „AfD“ haben wir nicht befragt, da wir mit einer rechtsextremen Partei nicht in die politische Kommunikation gehen, uns nicht an einer politischen Zusammenarbeit gelegen ist und uns auch in keiner Weise von dieser Partei instrumentalisieren lassen.

Wir geben die Antworten nur gekürzt wieder, in voller Länge sind sie hier dokumentiert. Unser Fazit: Die Homöopathie wird als eine begleitende Therapiemethode von allen Parteien befürwortet, am heutigen Status quo wird sich nicht viel ändern. Allerdings wird auch deutlich, dass Homöopathie / Integrative Medizin zurzeit nicht bei jeder Partei auf der Tagesordnung steht.

Bündnis90/DieGrüne

Im Krankheitsfall ist es für viele Patient*innen wichtig, dass sie selbstbestimmt zwischen unterschiedlichen qualitätsgesicherten Angeboten und Therapien entscheiden können. Wir Grüne wollen den barrierefreien Zugang zur integrativen Medizin sicherstellen. Hierbei setzen wir auf verstärkte Forschung und Wissenschaft in diesem Bereich: Entsprechend fördern wir Forschungsprojekte wie das Kompetenznetz Integrative Medizin (KIM) und das Akademische Zentrum für Komplementäre und Integrative Medizin (AZKIM). Als grün-geführte Landesregierung haben wir außerdem den ersten Lehrstuhl für integrative Medizin in Tübingen eingerichtet.

SPD

In der SPD gibt es keine Diskussion darüber, die Apothekenpflicht für homöopathische Arzneimittel aufzuheben. Arzneimittel sind insgesamt apothekenpflichtig, das gilt auch für homöopathische Arzneimittel. (§ 43 AMG)

Den Ausbau von Selektivverträgen unterstützen wir, ebenso wie gute Rahmenbedingungen für Homöopathie und Integrative Medizin in Baden-Württemberg. In Baden-Württemberg gibt es bereits einen Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin.

FDP

Wir haben die Einrichtung des Lehrstuhls für Integrative Medizinbegrüßt.

An der Apothekenpflicht für Homöopathische Arzneimittel wollen wir festhalten.

Wir setzen uns für gute Rahmenbedingungen der Homöopathie ein und stehen in gutem Kontakt mit den Verbänden der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker.  

Die Selektivverträge in Baden-Württemberg begrüßen wir.

CDU

Für uns ist zentral: Die Existenzgrundlage der freien und selbständigen Heilpraktiker wollen wir sichern. Dabei halten wir einheitliche Kriterien der Berufsausübung für eine wichtige Voraussetzung. Der Koalitionsvertrag im Bund sieht eine Neujustierung der Aufgabenverteilung der Gesundheitsberufe vor. Im Sinne einer verstärkten Patientensicherheit soll dabei auch das Spektrum der heilpraktischen Behandlung überprüft werden. Dabei ist ein enger Austausch mit den entsprechenden Berufsverbänden geplant. Das begrüßen wir sehr.

Gute Rahmenbedingungen für Homöopathie und Integrative Medizin kommen in allererster Linie den Patienten zugute. In den anstehenden Debatten gilt es auf Bundesebene, die von Ihnen angesprochenen Aspekte (Apothekenpflicht / Selektivverträge) miteinzubeziehen und umfassend zu bewerten. Den Ergebnissen dieser Debatten wollen wir nicht vorgreifen.

Nochmals: alle Statements in voller Länge sind sie hier dokumentiert.

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Unsere Selbstmedikations-Broschüre ´Homöopathie to go` stellen wir Ihnen hier vor.

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