Mercurius solubilis

(Quecksilbergemisch)

Die unterschiedlichen für die homöopathische Therapie aufbereiteten Quecksilberpräparate unterscheiden sich in den Wirkungen nur unwesentlich. Am gebräuchlichsten ist das von Hahnemann eingeführte Mercurius solubilis, das zum Bestand einer Haus- und Notfallapotheke gehören sollte. Mercurius wirkt über das Zentralnervensystem in nahezu alle Körperbereiche hinein. Die Erkrankten haben einen Metallgeschmack im Mund und fühlen sich wie vergiftet. Die Entzündungen im Mund sind heftig, die Schmerzen strahlen bis in gesunde Zähne hinein, die Kieferknochen schmerzen, Entzündungen können auf benachbarte Körperstrukturen übergreifen und sogar Knochensubstanz in Mitleidenschaft ziehen. Es besteht übler Mundgeruch und Speichelfluss und es zeigt sich eine dick geschwollene, schwammige Zunge mit Rissen und Flecken (Landkartenzunge) und Zahneindrücken an den Rändern. Die Temperatur muss gemäßigt sein; das Bett darf nicht zu warm, die Luft nicht zu kalt sein. Die Erkrankten schwitzen nachts, der Schweiß ist klebrig und gelblich. Entzündungen sind ätzend schmerzhaft und neigen zu Vereiterungen oder Geschwürbildungen.

Verschlechterung: durch Kälte und Wärme, Bettwärme, nasskaltes Wetter

Besserung: durch moderate Temperaturen

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