Mutter startet Petition zum Erhalt der Homöopathie in Münchner Uni-Kinderklinik

„Eine Krebsdiagnose zu erhalten ist immer ein Schock – wenn es das eigene Kind betrifft, ist es einfach nur unbeschreiblich“, erzählt uns Sandra Rauchenecker. Der BPH hatte nachgefragt, warum sie eine Petition zum Erhalt der Homöopathie am Dr. v. Haunerschen Kinderspital in München initiiert.  Sandra Rauchenecker erfuhr 2011, dass ihr Sohn an einer bestimmten Form des Knochenkrebses erkrankt war. Dem Kind stand eine anderthalb-jährige Behandlung bevor: Chemotherapie, Operationen und wieder Chemotherapie. „Ich war positiv überrascht, als uns gleich beim ersten Gespräch auf der Station mitgeteilt wurde, dass uns auf Wunsch eine homöopathische Ärztin, Frau Dr. Kruse, begleitend zur Seite stehen würde“, erinnert sich Frau Rauchenecker. „Das war einfach nur wunderbar und wir nahmen dieses Angebot von Herzen gerne an.“ Doch mit der Homöopathie soll nun Ende Juni Schluss sein, nach 24 Jahren wurde der Vertrag mit der leitenden homöopathischen Kinderärztin, Dr. Sigrid Kruse,  nicht verlängert werden – wir berichteten. Dagegen wehrt sich Sandra Rauchenecker mit einer Petition, die sich an den Klinikdirektor Prof. Christoph Klein richtet. Anderen Widerspruch gibt es von Ärzte-, Heilpraktiker- und Patientenverbände, die sich für den Erhalt der Homöopathie in der Klinik ausgesprochen haben.

„Das Miteinander von Schulmedizin und Homöopathie hat mich sehr beeindruckt“

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie waren extrem belastend: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, aber auch offenen Schleimhäute im Mund und im ganzen Verdauungstrakt, und Schmerzen und Ängste. „Frau Dr. Kruse war immer eine kompetente Ansprechpartnerin und hat uns mit den Globuli immer wieder wirkungsvoll unterstützt“, erinnert sich die Mutter. Und als es nach der Operation zu Wundheilungsstörungen kam, „hat Frau Dr. Kruse auch hierfür ein Mittel gefunden, durch welches es dann wirklich bergauf ging und wir so schneller nach Hause konnten“, erzählt Rauchenecker. Beeindruckend fand die Mutter die Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzten, „da gab es kein gegeneinander, sondern ein Miteinander der Disziplinen zum Wohle der Patienten.“ Nun geht Frau Rauchenecker mit ihrem Sohn noch einmal jährlich zur Nachuntersuchung in die Kinderklinik und hofft, dass das letzte Wort der Klinikleitung noch nicht gesprochen wurde. Im Gegenteil: Sie macht den Vorschlag, “die Homöopathie am v. Haunerschen noch auszubauen.”

Viele Menschen haben schon unterschreiben – machen auch Sie mit!

Am 16. April hat Sandra Rauchenecker die Petition gestartet, bis heute haben mehr als 2500 Menschen ihre Unterschrift unter die Forderung „Rettet den Fachbereich Homöopathie an der Haunerschen Kinderklinik“ gesetzt.

 

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