Natrium chloratum

(identisch mit Natrium muriaticum) (Kochsalz):

Immer wieder müssen Homöopathen den Einsatz von potenziertem Kochsalz gegen Kritiker der Homöopathie verteidigen. Diese Arznei wird für überflüssig gehalten, weil Kochsalz täglich dem Essen beigemischt wird. In der Homöopathie wird dem potenzierten Kochsalz jedoch große Bedeutung zugeschrieben, insbesondere als Arznei bei stillem Kummer. Die Tränen fließen nur, wenn die Patienten alleine sind. Sie nehmen ihren Kummer mit in ihre Einsamkeit, weinen lautlos in ihr Kopfkissen. Die Tränen kommen unwillkürlich, sie können nicht zurückgehalten werden. Auch sonst sind die Patienten verschlossen, sind Pessimisten, neigen zu Mangelernährung, sind kraftlos, magern von oben nach unten ab. Viele Symptome zeigen sich in der Mittellinie des Körpers: kleieartige feine Schuppen am Haaransatz der Stirn, Schuppenflechte am Hinterkopf und im Nacken, Herpes am Mund, Risse in der Mitte der Unterlippe, Sodbrennen, Heißhunger gefolgt von Völlegefühl im Magen nach wenigen Bissen Nahrung. Blasenschwäche, Ausfluss (Fluor alba = Weißfluss) und andere Erkrankungen im Genitalbereich.
Die Schleimhäute der oberen Atemwege sind erkrankt, oft chronisch entzündet, bei Schnupfen stellt sich Nasenbluten ein. Es gibt Hals- und Rachenentzündungen, wobei die Geruchs- und Geschmackssinne getrübt sind. Viel Durst und Verlangen nach salzigen Speisen; Erwachsene salzen alles nach, Kinder verlangen nach Butterbrot mit Salz.

Verschlechterung:in den sonnigen Monaten (Frühjahr bis Herbst), am Meer, durch direkte Sonneneinstrahlung, durch Hitze, durch Trost bei stillem Kummer, durch körperliche und geistige Anspannung. (Am Meer kann auch erst eine Besserung von Beschwerden eintreten, die Verschlechterung kommt dann einige Wochen nach der Rückkehr.)

Besserung: im Freien, im Schatten

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