Patienten für Homöopathie

Homöopathie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, mehr als jeder zweite Deutsche hat bereits gute Erfahrungen mit dieser Therapiemethode gemacht. Patient*innen brauchen für ihre Gesundheit verlässliche Partner im Gesundheitssystem, Heilpraktiker und Ärzte gleichermaßen. Landesärztekammern haben bereits die Zusatzbezeichnung Homöopathie aus der Weiterbildung genommen und sich gegen die Empfehlung der Bundesärztekammer gestellt. “Aus unserer Perspektive als Patienten eine völlig falsche Entscheidung”, kommentiert Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH). “Warum wird Ärztinnen und Ärzten verwehrt, sich im Namen und unter Kontrolle der Ärztekammern weiter zu bilden?”, fragt sich Stromberg. Die Homöopathie ist für viele Patient*innen vor allem dann eine Therapieoption, wenn die konventionelle Therapie an ihre Grenzen stößt, dies schreiben Patienten dem BPH und dies hat auch die Bertelsmann-Stiftung in ihrem Gesundheitsmonitor 2014 belegt. Die Therapiefreiheit wird von den Ärztekammern, die gegen die Weiterbildung Homöopathie votieren, massiv eingeschränkt.

Ärzte berichten, warum sie auch Homöopathie anwenden

Sehr ähnliche Gründe für die Homöopathie nennen Ärztinnen und Ärzte. Auf der Webseite des Berlin Brandenburger Vereins homöopathischer Ärzte (BVhÄ) und des Landesverbandes Bayern im DZVhÄ wird darüber berichtet.  Der genannte Hauptgrund ist, da sie mit der konventionellen Medizin allein keine Antwort bei chronischen und wiederkehrenden Erkrankungen haben – aus genau diesem Grund wenden sich auch Patienten der Homöopathie zu. Deshalb benötigen Patienten die Sicherheit, von qualifizierten Therapeuten behandelt zu werden, und sie benötigen eine Orientierung, welche Therapeuten dies bieten können.

“Die Zusatzbezeichnung Homöopathie, vergeben durch die jeweils zuständige Landesärztekammer, ist eine solche Orientierung und wir appellieren an die Delegierten der Landesärztekammern, die Zusatzbezeichnung Homöopathie zu erhalten”, sagt Meinolf Stromberg.

Fakten zur Homöopathie

  • Repräsentative Umfragen zeigen, dass Homöopathie regelmäßig von etwa der Hälfte der Bevölkerung genutzt wird. Dabei geht es nicht um ein Gegeneinander der Therapiemethoden: Die Bevölkerung erwartet ein Miteinander von konventioneller Medizin und den besonderen Therapierichtungen, laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage wünschen sich 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger dieses Miteinander in der Medizin, auch Integrative Medizin genannt.
  • Der Bertelsmann Gesundheitsmonitor 2014 stellt fest: „84 Prozent der Befragten geben an, den Arzt gezielt wegen der homöopathischen Behandlung aufgesucht zu haben. … Als häufigstes Motiv für den Besuch nennen die Teilnehmer, dass anderswo keine Besserung erzielt worden war (49 Prozent).“ Dieses Studienergebnis spiegelt sich zu 100 Prozent mit unseren Erfahrungen und auch mit denen der Therapeuten – was für eine seltene Übereinstimmung.
  • Patientensicherheit bedeutet: Qualitativ hochwertige homöopathische Arzneien, die durch Apotheken vertrieben werden und gut ausgebildete Therapeuten, die Homöopathie und konventionelle Medizin verbinden können. Aber auch: Dass es sichere Alternativen zur konventionellen Medizin gibt, denn wir brauchen als freie und mündige Patienten und Patientinnen einen lebendigen Pluralismus der Methoden innerhalb unseres Gesundheitssystems.
  • Therapiefreiheit, Therapievielfalt und Selbstbestimmung auch im Bereich der Gesundheit sind hohe Werte einer offenen Gesellschaft. Zunehmend wird an diesem gesellschaftlichen Konsens gerüttelt.
  • Durch die Anwendung von Homöopathie wird keine erforderliche andere Therapie verhindert.
  • Laut Bundesministerium für Gesundheit betragen die Kosten für die Homöopathie nur 0,03 Prozent der Gesamtausgaben der GKV.
  • Unser Ziel: In der Schweiz sind seit dem Sommer 2017 die Homöopathie und andere besondere Therapieverfahren Gegenstand der Regelversorgung. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hatte einen „Health Technology Assessment (HTA)“-Bericht in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Nach Ansicht der Autoren „untermauert ihr Bericht, dass die Homöopathie eine wertvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Versorgung ist.“ Und: „Es liegen ausreichende Nachweise für die präklinische Effektivität und klinische Wirksamkeit der Homöopathie sowie für ihre Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu schulmedizinischen Behandlungen vor.“ Dem ist aus unserer Sicht nichts mehr hinzuzufügen.

Wann Patienten Homöopathie anwenden

Patienten wenden die Homöopathie entweder in der Selbstmedikation von leichteren Erkrankungen,  meist auf eigene Kosten, an. So werden nebenwirkungsstarke Medikamente und häufig auch ein Arztbesuch vermieden. Die andere Situation ist ernster: Viele Patientinnen und Patienten kommen erst zur Homöopathie, wenn sie in der konventionellen Medizin als austherapiert gelten oder massive Nebenwirkungen ihrer konventionellen Behandlung erleben. Erfahrene homöopathisch tätige Therapeuten können vielen dieser Patienten helfen – diese Erfahrungen sprechen sich herum – die Voraussetzung ist eine gute und sichtbare Ausbildung der Therapeutinnen und Therapeuten.

Für eine starke Homöopathie-Gemeinschaft: Mitglied werden im BPH.

3 Kommentare

  1. Antworten

    So schade es ist, dass die Hamburger Ärztekammer ihren Patienten die Homöopathie vorenthalten will, umso schöner, dass Sachsens Ärzte im Ursprungsland der Homöopathie diese auch in Zukunft betreiben dürfen.

  2. Antworten

    Vera Farhat

    Homöopathie ist ein Geschenk für die Menschheit. Beschäftige mich damit schon seit 30 Jahren und benutze sie für mich und meine Tiere und meine Familie. Ich bin dankbar, dass es sie gibt.👍👍🎀🎀💐💐

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