Pulsatilla

(Wiesenküchenschelle)

Pulsatilla gehört zu den tiefgreifenden Mitteln, die über das Zentralnervensystem wirken und besonders Verwendung bei Kindern und Frauen finden. Daraus erkennen wir schon, dass das „männlich–harte“ nicht zu Pulsatilla passt. Es sind eher „mimosenhafte“ Charaktere, die leicht (Mitleid erregend) weinen, sich nicht entscheiden können, viel Trost suchen und nicht gern alleine sind. Bei falscher Ernährung entwickeln sich Magen-schleimhautentzündungen. Schwangere leiden unter Erbrechen. Die Patienten sind fröstelig und neigen zu kalten Füßen. Trotzdem ertragen sie keinen warmen Raum, drehen die Heizkörper herunter. Sie verlangen nach frischer Luft, trinken wenig, und fallen dadurch auf, dass sie nicht einmal bei Fieber Durst haben. Sie mögen keine fetten, stark gewürzten Speisen, bevorzugen milde Kost. Die Absonderungen aus ihren Körperöffnungen sind dicklich, cremig, sahnig mild, und machen die umgebenden Hautstellen nicht wund (milder Schnupfen). Ohrenentzündungen können chronisch werden und nach Pulsatilla als Folgemittel Kalium sulfuricum benötigen. Alle Schleimhäute sind trocken, wenn sie nicht das dickliche Sekret absondern. Auch die Zunge ist trocken und belegt. Magen- Darm- Katarrhe mit Völlegefühl und/oder Brechreiz kommen vor. „Pulsatilla-Kinder“ lassen ihre Mütter ungern los. Sie suchen ständig die Nähe einer schützenden, vertrauten Person.

Verschlechterung: abends; durch fettes Essen (Sahne, Butter); durch Wärme. Frauen leiden verstärkt vor und während der Regelblutung unter ihren Beschwerden.

Besserung: Trost bessert schnell den Kummer, Beschwerden werden in frischer Luft besser (Zimmer lüften, Spazieren gehen).

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