Staphisagria

(Samen von Stephanskraut)

Der Patient ist sehr sensibel; nervöse Beschwerden mit ausgeprägter Reizbarkeit. Plötzliche Wutausbrüche. Zittern, besonders nach Gemütsbewegungen. Außergewöhnliche Schmerzhaftigkeit von (frischen) Operationswunden (Bauchoperation, Zahnoperation etc.). Wiederkehrende Gersten- oder Hagelkörner am Auge. Schlechte Zähne; die Zähne sind schwarz und zerbröckeln. Es gibt STAPHISAGRIA-Patienten, deren Zähne z.T. schon im Babyalter kurz nach der frisch erfolgten Zahnung wieder ausfallen. Manche homöopathische Autoren bringen das mit dem mangelnden „Biss“ im Leben der STAPHISAGRIA-Patienten in Verbindung. Verletztes Ehrgefühl; der Patient ist jedoch nicht in der Lage, sich adäquat zu verteidigen (z.B. jahrelange, demütigende Beziehungen, die aber trotzdem weitergeführt werden). Die STAPHISAGRIA-Pathologie entwickelt sich daher oft als Folge jahrelang unterdrückten Ärgers und Kummers. Häufiges Schwelgen in sexuellen Vorstellungen; der Patient ist sexuell leicht erregbar. Masturbation mit nachfolgend schlechtem Gewissen. Reizblase bei jungen, frisch verliebten Frauen mit häufigem sexuellem Kontakt (Honeymoon-Zystitis). Ekzem an Kopf, Ohren, Gesicht und Körper. Kratzen verändert den Ort des Juckens.

Verschlechterung: durch Ärger, Demütigung und Kummer, durch Denken an die Beschwerden; durch Verlust von Körperflüssigkeiten, Kälte, Tabakgenuss geringste Berührung der erkrankten Körperteile, Onanie, sexuelle Exzesse

Besserung: nach dem Frühstück, durch Wärme, (Nacht-)Ruhe

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