„Mein Weg zur homöopathischen Ärztin war nicht selbstverständlich“

Ihre erste Erfahrung mit Homöopathie machte Stephanie Martucci bereits als kleines Kind. Sie reagierte nach einer Impfung mit Fieber, das immer wieder aufflammte. Die Therapie des Kinderarztes bestand aus Fieberzäpfchen, fast ein Jahr lang. Bis ihre Mutter einen Kinderarzt fand, der das Problem mit einer Eigenbluttherapie und Homöopathie in den Griff bekommen hat. Siehe auch das BPH-Gespräch mit der Mutter von Stephanie Martucci.

Heute hat Stephanie Martucci eine neue Erfahrung mit Homöopathie gemacht, die sie dem Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) erzählt. Sie ist nun 33 Jahre alt, von Beruf Ernährungsberaterin und lebt in München. Beim Erzählen bemerkt sie sehr deutlich den Unterschied zwischen der Vorgehensweise des konventionellen Hausarztes und der Allgemeinmedizinerin, die über eine Zusatzbezeichnung Homöopathie verfügt.

Sie geht in die Sprechstunde ihres Hausarztes, in aller Regel konsultiert sie diese Praxis nur mit kleineren Beschwerden, größere hat sie selten – bis jetzt. Nun ist sie hier, ist Anfang 30 und fühlt sich ausgebrannt und aufgeregt, zittert und ihr Herz rast, hat Ängste. Trotz dieser für sie ungewöhnlichen und vor allem auch besorgniserregenden Symptome ist die Konsultation eine Sache von Minuten. Mit dem Rezept in den Händen, erfährt sie noch vom Arzt, dass das Antidepressivum auch von sechs jährigen vertragen würde. Stephanie Martucci erkundigt sich über das Mittel und liest, dass es Herzrasen und Zittern auslösen könne. Sie geht nicht in die Apotheke und steht ohne Medikament da. Unterm Strich bleibt sie ohne Behandlung, sie fühlt sich am Ende.

Dann kam der Tipp, es doch mal mit Homöopathie zu versuchen. Aber der Weg zur homöopathischen Ärztin war für sie nicht selbstverständlich. „Für mich war Homöopathie zwar schon immer eine sinnvolle Methode, nur hätte ich nicht gedacht, dass sich so heftige Symptome damit beheben lassen.“ Vor dem Beginn der Behandlung ist sie noch in eine Krankenkasse gewechselt, die die Kosten der Homöopathie erstattet. – Stephanie Martucci wurde nicht enttäuscht. In einer fast zweistündigen Anamnese sind Ärztin und Patientin den verschiedensten Symptomen auf den Grund gegangen. Es wurden von der homöopathisch-therapierenden Kassenärztin Dinge gefragt, die sich Frau Martucci noch nie gestellt hatte. Etwa: Wodurch wird der Schwindel ausgelöst, welche Ursachen können das Zittern haben und sind die immer gleich? Nach dem ersten Termin gab`s ein Rezept für eine homöopathische Arznei. Positive Veränderungen traten recht schnell auf, kaum noch Zittern, weniger Ängste, allgemein ein besser Zustand. Aber noch nicht gut, ein zweiter Termin und eine ausführliche Folgeanamnese, in der sozusagen nachjustiert wurde. Ein anderes Mittel kam zum Einsatz. „Ich habe gemerkt, wie mein Körper beginnt, sich selbst zu heilen, tief in mir“, versucht Stephanie Martucci das noch unbekannte Gefühl zu beschreiben. Diese Symptome machen ihr das Leben nicht mehr schwer. Heute ist sie wieder bei der Münchner Ärztin in Behandlung, dieses Mal sind es Energielosigkeit und Migräne – wir sind gespannt, wie sich der Prozess der Heilung von Stephanie Martucci weiter entwickelt.

In der Rubrik “Meine Homöopathie” befinden sich auf der BPH-Webseite noch viele weitere Geschichten. Erzählen auch Sie uns Ihre Geschichte, wir sind gespannt. Schreiben Sie an: info@bph-online.de

1 Kommentar

  1. Antworten

    Na ja, werden die Anti-Homöopathen wieder sagen: fast zwei Stunden Anamnese müssen ja helfen, das ist der “Wie-heißt-er-doch-gleich-Effekt” (Whedg-Effekt)! Was diese sogenannten Skeptiker vermutlich nicht hinterfragen: was machen eigentlich konventionelle Ärzte falsch, wenn sie gegen “Zittern und Herzrasen” ein Medikament verschreiben, das zwar unter Umständen die Psyche dämpft, aber als Nebenwirkung “Zittern und Herzrasen” hat? Da ist offenbar ein Fehler im “System” der konventionellen Arzneitherapie und ihrer Anwendung. Und was die skeptischen Herrschaften sicher auch nicht hinterfragen, warum der “Whedg-Effekt” eigentlich nicht gleich und vollständig auftritt, also ein “Nachjustieren” notwendig wird. Und warum tritt der genannte Effekt überhaupt ein, wenn doch die Patientin gar nicht angenommen hat, dass sich mit Homöopathie “so heftige Symptome … beheben lassen”? Ach, es ist alles so kompliziert mit den Zuckerkügelchen, man kann ja verstehen, dass Manche nicht dran “glauben” mögen und sich lieber an Zahlenreihen, Statistik und wissenschaftlichen Kurven festhalten wollen, denn eigene Erfahrung haben ja die Wenigsten dieser Herr- und Damenschaften, die so vehement für die Abschaffung der Homöopathie plädieren! Umso wichtiger: auf die Patient*innen hören. Sind zwar “nur Geschichten”, aber doch verdammt viele! Also weiter so, BPH!

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