Teil 2: Wenn Kinder an Infekten leiden – Bindehautentzündung

Was tun bei…? Eine fünfteilige Serie von Dr. med. Ina Chammah über häufige Infektionskrankheiten für den Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH).

Acht bis zwölf Infektionen pro Jahr sind bei Säuglingen und Kleinkindern noch normal, schreibt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Dennoch stellen sich Eltern jedes Mal aufs Neue die Frage, was im Fall der Fälle der beste Weg zur Gesundheit ihres Kindes ist. Die Braunschweiger Ärztin Dr. Ina Chammah hat für Fieber,  Bindehautentzündungen, Mittelohrentzündungen, Husten und Magen-Darm-Grippe die Therapiemöglichkeiten aufgeschrieben, sie erklärt, wie die Krankheiten normaler Weise verlaufen und beschreibt die jeweiligen Risiken und Komplikationen, auf die es zu achten gilt.  Ina Chammah hat bei ihren Beschreibungen auch an die Eltern gedacht, die in der Nacht mit ihrem Kind allein sind und es gerne naturheilkundlich oder homöopathisch behandeln möchten, aber aus Sorge vor gefährlichen Verläufen verunsichert sind.

Als Ärztin lenkt Dr. Chammah auch den Blick auf die konventionelle Therapie und erklärt, wann ein schulmedizinische Arzneimittel angewendet werden sollte. Beschreibt, was es bewirkt und was nicht. Aber auch: Welches Risiko gehen Eltern ein, wenn sie ihrem Kind die schulmedizinische Medikation vorenthalten.

Als Ärztin mit Zusatzbezeichnung Homöopathie nennt Dr. Chammah die homöopathischen Mittel, die für die Indikationen in Frage kommen. Sie empfiehlt in jedem Fall noch einen ausführlichen Ratgeber oder die Online-Arzneimittelbeschreibungen des BPHs bei der Arzneimittelwahl hinzuziehen. Außerdem werden von Chammah auch einige Mittel aus der Naturheilkunde vorgestellt.

Teil 2: Bindehautentzündung

Krankheitsgeschehen

Dies ist eine Entzündung der Bindehaut des Auges, meist von der Nase aufsteigend. Deshalb beginnt die Entzündung oft am Augeninnenwinkel. In den allermeisten Fällen ist ein viraler Befall Grund der Erkrankung, der  meist von der Nase aus aufsteigt. Diese Viren sind sehr ansteckend, so dass  die betroffenen Kinder nicht in KiTa oder die Schule können. Kommen noch Bakterien hinzu, dann sondert das Auge Eiter ab.

  • Risiken und Komplikationen

Achtung: Wenn die Rötung nicht innen beginnt, dann besteht der Verdacht, dass die Entzündung durch einen Fremdkörper  ausgelöst wurde – ein Augenarzt sollte aufgesucht werden, da es zur Schädigung der Hornhaut kommen kann.

In den allermeisten Fällen sind die Erreger harmloser Natur und führen nur zu einem kurzen Reizzustand der Augen, der dann immer folgenlos ausheilt. Es gibt einige wenige Bakterien, die nach längerer Erkrankungsdauer zu Blindheit führen können. Deshalb sollte der Augenarzt aufgesucht werden, wenn die Augenreizung länger als eine Woche besteht oder wenn Bläschen oder Knotenbildung am Auge zu sehen sind. Bei einfacher Rötung und Eiterbildung kann zunächst einmal in Ruhe abgewartet werden oder homöopathisch behandelt werden.

Konventionelle Therapie

Tropfen gegen Juckreiz und Brennen. Bei Eiterbildung antibiotische Salbe oder Tropfen zur Abtötung der Bakterien. Bei viralen Infektionen ist die antibiotische Therapie wirkungslos. Der Hauptgrund einer Behandlung ist meist gegeben, wenn die Eltern berufsätig sind und das Kind in eine Gemeinschaftseinrichtung geschickt werden soll.

Homöopathische Therapie

Pulsatilla bei dickem gelben Eiter

Euphrasia bei wundmachenden Tränen und milden Schnupfen

Allium cepa bei milden Tränen und aggressivem Schnupfen

Aconitum, ausgelöst nach Ostwind

Naturheilkundliche Therapie

Keine Kamillenbäder, da es durch Verunreinigungen oft zu schweren Reizzuständen der Augen kommt!

Weitere umfangreiche Tipps für die Selbstmedikation mit Hilfe der Homöopathie erhalten Sie hier.

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Unsere Selbstmedikations-Broschüre ´Homöopathie to go` stellen wir Ihnen hier vor.

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