Für Therapiefreiheit und Pluralismus in der Medizin

Der 11. Februar ist Welttag der Kranken – Tag der Patientinnen und Patienten. Ein Statement des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH) für Therapvielfalt und Pluralismus.

Wenn Menschen krank sind, benötigen sie für ihre Gesundung die gesamte Vielfalt der Medizin. Über Jahrhunderte hat sich in unserer Kultur eine Medizin entwickelt, die immer perfekter schwerwiegende Erkrankungen behandeln kann und ebenso gibt es ein enormes Wissen der Erfahrungsheilkunde. Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Zweige der Medizin liegt letzlich ihre Stärke. Kranke Menschen benötigen keine Medizin von der Stange und es muss ihnen freistehen, sich für die Medizin und die Therapeuten ihrer Wahl zu entscheiden – zum Beispiel Homöopathie.

Patient*innen vertrauen der Homöopathie. Repräsentative Umfragen zeigen, dass Homöopathie regelmäßig von etwa der Hälfte der Bevölkerung genutzt wird. Diesen hohen Zuspruch hat die Homöopathie, weil Patienten gute Erfahrungen mit der Methode gemacht haben. Die Homöopathie wird sowohl in der Selbstmedikation als auch bei komplizierteren, schweren oder chronischen Erkrankungen durch Ärzte und Heilpraktiker angewendet. Ein aus Sicht des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH) sinnvoll verzahntes System, das sich bewährt und zu dem auch die Apotheker gehören, die Patienten sinnvoll beraten.

Viele Patienten kommen zur Homöopathie, weil ihnen die konventionelle Medizin nicht weiter helfen kann. Deshalb wird die diese nicht abgelehnt, nur sie hilft eben nicht weiter und muss ergänzt werden. Die Aussicht austherapiert zu sein, ist für die meisten kranken Menschen nicht hinnehmbar. Die Homöopathie bietet hier häufig Auswege, nicht immer, aber zu meist kann zumindest die Lebensqualität des Patienten verbessert werden.

Therapiefreiheit, Therapievielfalt und Selbstbestimmung auch im Bereich der Gesundheit sind hohe Werte einer offenen Gesellschaft. Zunehmend wird an diesem gesellschaftlichen Konsens gerüttelt – und dies leider oft im Namen des Patientenschutzes.

Der BPH hat bereits viele Geschichten von Patient*innen gesammelt, die ihre Krankengeschichte erzählen. So zum Beispiel Matthias Berger,  rund 20 Jahre an Migräne litt. Die konventionelle Medizin stellte ihm eine Dauermedikation mit erheblichen Nebenwirkungen in Aussicht. Die Homöopathie konnte ihm helfen, nicht schnell, nicht leicht, aber nachhaltig. Auf dem Blog des BPH befinden sich zahlreiche weitere Patientengeschichten

Fakten zur Homöopathie

  • Die Homöopathie zeigt im Versorgungsalltag bei ausgewählten Erkrankungen gegenüber rein konventionellen Therapien eine bessere Wirkung und Wirtschaftlichkeit.
  • Repräsentative Umfragen zeigen, dass Homöopathie regelmäßig von etwa der Hälfte der Bevölkerung genutzt wird. Dabei geht es nicht um ein Gegeneinander der Therapiemethoden: Die Bevölkerung erwartet ein Miteinander von konventioneller Medizin und den besonderen Therapierichtungen, laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage wünschen sich 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger dieses Miteinander in der Medizin, auch Integrative Medizin genannt.
  • Der Bertelsmann Gesundheitsmonitor 2014 stellt fest: „84 Prozent der Befragten geben an, den Arzt gezielt wegen der homöopathischen Behandlung aufgesucht zu haben. … Als häufigstes Motiv für den Besuch nennen die Teilnehmer, dass anderswo keine Besserung erzielt worden war (49 Prozent).“ Dieses Studienergebnis spiegelt sich zu 100 Prozent mit unseren Erfahrungen und auch mit denen der Therapeuten – was für eine seltene Übereinstimmung.
  • Patientensicherheit bedeutet: Qualitativ hochwertige homöopathische Arzneien, die durch Apotheken vertrieben werden und gut ausgebildete Therapeuten, die Homöopathie und konventionelle Medizin verbinden können. Aber auch: Dass es sichere Alternativen zur konventionellen Medizin gibt, denn wir brauchen als freie und mündige Patienten und Patientinnen einen lebendigen Pluralismus der Methoden innerhalb unseres Gesundheitssystems.
  • Therapiefreiheit, Therapievielfalt und Selbstbestimmung auch im Bereich der Gesundheit sind hohe Werte einer offenen Gesellschaft. Zunehmend wird an diesem gesellschaftlichen Konsens gerüttelt.
  • Laut Bundesministerium für Gesundheit betragen die Kosten für die Homöopathie nur 0,03 Prozent der Gesamtausgaben der GKV.
  • Unser Ziel: In der Schweiz sind seit dem Sommer 2017 die Homöopathie und andere besondere Therapieverfahren Gegenstand der Regelversorgung. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hatte einen „Health Technology Assessment (HTA)“-Bericht in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Nach Ansicht der Autoren „untermauert ihr Bericht, dass die Homöopathie eine wertvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Versorgung ist.“ Und: „Es liegen ausreichende Nachweise für die präklinische Effektivität und klinische Wirksamkeit der Homöopathie sowie für ihre Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu schulmedizinischen Behandlungen vor.“ Dem ist aus unserer Sicht nichts mehr hinzuzufügen.

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH)

Wir beraten und informieren unsere Mitglieder rund um die Homöopathie. Der Verein informiert darüber hinaus die Öffentlichkeit über die therapeutischen Möglichkeiten der Homöopathie und setzt sich für gute gesundheitspolitische Rahmenbedingungen und eine Integrative Medizin ein, in der die konventionelle Medizin, die Homöopathie und weitere besondere Therapierichtungen Hand in Hand zum Wohle aller Patienten zur Verfügung stehen.

Kontakt:

Christoph Trapp

info@bph-online.de

www.bph-online.de

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