1. Homöopathie Fall: Trockene Augen als Symptom – psychische Probleme als Auslöser

berichtet von Dr. med. Claudia Rehfueß, Augenärztin / Homöopathie, München.

Die Patientin ist Mitte 30, sie ist Lehrerin und lebt in einer festen Partnerschaft. Ihr vordergründiges Problem, mit dem sie in die Augenarztpraxis kommt, sind sehr trockene Augen, obwohl sie alle zwei Stunden ein Benetzungsmittel nimmt. Doch die trockenen Augen sind nur ein Symptom, Ursache dafür ist ein psychisches Problem, das zu einem hormonellen Ungleichgewicht geführt hat. Die Patientin litt unter Angststörung mit Panikattacken, Schlafstörungen, Bluthochdruck und hatte einen grenzwertigen Augendruck. Die Nebenwirkungen der systemischen Behandlung mit Psychopharmaka und Beta-Blockern verstärkten die Trockene-Augen-Symptomatik zusätzlich. Diese Beschwerden ließen sich durch die verschiedenen von der Patientin benutzten Benetzungsmittel für kurze Zeit lindern, so dass sie immer öfter tropfte und sich schließlich davon abhängig fühlte.

Die Behandlung

Die Patientin bekommt über vier Monate vier verschiedene homöopathische Mittel, die jedoch keine sichtbare Verbesserung bringen. Da die Patientin schon ein schulmedizinisches „Ärzte-Hopping“ hinter sich hat, sieht sie keine erfolgversprechende Alternative und gibt der homöopathischen Ärztin die Chance ihr zu helfen. In der dritten Folgeanamnese wird schließlich das für die Patientin passende Mittel gefunden. Die Ärztin bemerkt bei der Patientin ein auffälliges Symptom: ein häufiges Seufzen, das zu Ignatia, die Brechbohne, führt. Nun lösen sich die Trockenheitsbeschwerden, viele Kummergefühle und auch die Schlafstörungen der Patientin sehr schnell auf. Da sich die Patientin nicht meldet, ruft die Augenärztin sie sieben Monate nach der letzten Gabe an. Sie erfährt, dass die die Patientin nur noch maximal einmal täglich tropfen muss, dass sie keine Schlafstörungen mehr hat, der Augendruck normal ist und es ihr auch sonst seelisch gut geht. Die Patientin ist sehr zufrieden.

Fazit

Für Dr. Rehfueß widerspricht dieser Fall ganz klar der immer wieder bemühten Placebo-Hypothese, da er nach der 1,5-stündigen Erstanamnese und der Gabe des ersten homöopathischen Mittels am größten gewesen wäre. Doch erst nach der vierten Mittelgabe lösen sich die Augenbeschwerden der Patientin und manch seelischer Kummer plötzlich auf, Dank der Geduld der Patientin – die Alternativlosigkeit hat sicher dazu beigetragen.

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