Am Montag werden rund 8.000 Unterschriften für die Homöopathie am von Hauner`schen Kinderspital überreicht

Am 17. Juni um 10 Uhr wird Sandra Rauchenecker vor der Kinderklinik in der Lindwurmstr. 4, 80337 München der Klinikleitung knapp 8.000 Unterschriften für den Erhalt der Homöopathie an der Universitätskinderklinik überreichen. Die Mutter eines ehemaligen Patienten hatte die Unterschriftenaktion im April gestartet. Eltern, ehemalige Patienten und Münchner Ärzte werden Sandra Rauchenecker am kommenden Montag lautstark begleiten.

Nach 24 Jahren soll der Vertrag mit der Kinderärztin Dr. med. Sigrid Kruse nicht mehr verlängert werden, er läuft Ende Juni aus. Damit wird eine Ära an der Universitätskinderklinik zu Ende gehen. Inzwischen laufen Kolleginnen und Kollegen von Kruse, Eltern und Patienten- und Ärzteverbände gegen diese Entscheidung Sturm.

Stimmen zum Erhalt der Homöopathie am von Hauner`schen Kinderspital

Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH), fordert die Klinikleitung auf, ihre Entscheidung nochmals zu Überdenken. „Wir brauchen die Homöopathie in den Krankenhäusern, in München und in jeder anderen Stadt auch. Die Nachfrage nach der Homöopathie wächst stetig und wir erleben täglich, dass die konventionelle Medizin vor allem bei chronischen Erkrankungen an ihre Grenzen stößt und viel zu oft nebenwirkungsreiche Arzneien eingesetzt werden, die durch Homöopathika ersetzt werden könnten.“

Der Vorsitzende des Bayerischen Landesverband homöopathischer Ärzte des DZVhÄ, Dr. med. Ulf Riker schreibt an den ärztlichen Direktor des Klinikums der LMU, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch: „In all den zurückliegenden Jahren habe ich immer wieder auch Eltern in meiner Praxis erlebt, deren Kinder in der Dr. von Hauner`schen Kinderklinik behandelt wurden. Die Resonanzen bzgl. Frau Dr. Kruse hinsichtlich ihres persönlichen Engagements sowie der fachlichen Kompetenz war ausnahmslos überzeugend. Vor Allem aber wurde immer die Tatsache hervorgehoben, dass genau dieses besondere Klinikprofil – hochqualifizierte akademische Medizin in Kombination mit homöopathischer Zusatzoption unter ärztlicher Kontrolle – hohe Attraktivität genießt.“

Eine Münchner Allgemeinärztin schreibt an die Klinikleitung: In dem „Homöopathie-Stopp an Ihrer Klinik sehe ich einen medizinischen Rückschritt  und ich wundere mich darüber, da doch sonst das Dr. von Hauner´sche Kinderspital in vielen Bereichen eine Vorreiter-Rolle spielt.“

Eine ehemalige Kinderkrankenschwester des Hauner`schen Kinderspitals wendet sich an den Klinikdirektor und argumentiert mit ihren Erfahrungen aus dem Klinikalltag für den Erhalt der Homöopathie: „Während meiner Tätigkeit habe ich immer wieder erlebt, wie effektiv die Homöopathie ist, z.B. bei Kindern mit rezidivierenden Harnwegsinfektionen, bei akuter Gastroenteritis oder bei kindlicher Migräne. Diese langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen konventioneller und homöopathischer Therapie hat dem Hauner zu großem Ansehen verholfen.“

Noch kann unterschrieben werden – Machen Sie mit!

Die Petition ist noch nicht geschlossen und kann weiterhin unterzeichnet werden.

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