Verletzungen der Augen

Zunächst muss, wie bei allen anderen Verletzungen auch, unterschieden werden, ob es sich um eine Verletzung durch einen stumpfen Gegenstand (bzw. Aufprall, Schlag auf das Auge) oder aber um ein durch einen spitzen Gegenstand ausgelöstes Trauma handelt.

Arnica montana, der Bergwohlverleih. Bei stumpfen Verletzungen des Auges kommt zunächst wieder Arnica zum Einsatz. Zwar fehlt häufig im Rahmen der Augenverletzung der für das Mittel typische „Zerschlagenheitsschmerz“, aber es handelt sich um ein stumpfes Aufpralltrauma mit einhergehender Gewebeverletzung und Blutergussbildung. Die Augen liegen eigentlich gut geschützt in der knöchernen Orbita (Augenhöhle); Aufpralltraumata (wie der Schlag frontal auf das Auge oder der Aufprall eine Squashballs) können jedoch durch die knöchernen Strukturen häufig nicht genügend abgefangen werden.

Symphytum officinale, der Beinwell. Sollte es bei einer stumpfen Augenverletzung keine Blutung gegeben haben oder ist der Bluterguss abgeheilt und dennoch ein Prellungsgefühl zurückgeblieben, so kommt Symphytum officinale in Frage. Charakteristisch für das Mittel ist ein Schmerz, der vom Auge ausgehend am Nasenbein herabzieht.

Zum Arzt: Mit Augenverletzungen ist nicht zu spaßen! Verabreichen Sie oben genannte Arzneien nach stumpfem Trauma in jedem Fall, dennoch sollten Sie sich bzw. den Patienten baldmöglichst bei einem Augenarzt vorstellen! Auch bei Verletzungen der Augen durch spitze Gegenstände muss unbedingt der Arzt hinzugezogen werden.

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