Verletzungen der Haut

Schürf-, Riss- und Quetschwunden

Calendula officinalis, die Ringelblume, kommt in der Behandlung von oberflächlichen Wunden jeglicher Art in Frage, insbesondere bei Schürf-, Riss- und Quetschwunden. Sie vermag die natürliche Wundheilung zu fördern und verhindert stärkere Eiterungen. Calendula kann auch bei Wundheilungsstörungen im Anschluss an chirurgische Eingriffe gegeben werden.

Die Anwendung von Calendula erfolgt auch lokal, d.h. das Mittel wird in Form einer Lösung, Salbe, Creme oder Gel auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen.

Hamamelis virginiana, Virginische Zaubernuss, kommt vorwiegend bei Wunden mit schmierigem Wundgrund zum Einsatz, besonders wenn Schleimhäute mitbetroffen sind. Es reduziert den Schmerz und das Wundheitsgefühl.

Hamamelissalben oder Zäpfchen werden auch bei Wunden am After benutzt, z.B. bei Analfissuren (Risse im After) oder auch bei Hämorrhoiden.

Prellungen

Arnica montana, der Bergwohlverleih, wird bei stumpfen Hautverletzungen, bei der auch meist das Unterhautfettgewebe und die Muskulatur betroffen sind, eingesetzt, um den Schmerz und das sich meist im Anschluss an das Trauma entwickelnde Hämatom („blauer Fleck“) zu minimieren.

Schnitt-, Biss- und Stichwunden

Hypericum perforatum, das Johanniskraut, kommt bei Verletzungen der Haut durch Stiche oder Schnitte in Frage, wenn vor allem nervenreiches Gewebe zerstört wurde.

Staphisagria, das Stefanskraut, ist dann das Mittel der Wahl bei Verletzungen der Haut und der darunter gelegenen Muskulatur, besonders dann, wenn es sich um tiefere Schnittverletzungen handelt.

Ledum palustre, der Sumpfporst, ist ein weiteres bewährtes Mittel bei Stich- und Bissverletzungen Solche Verletzungen müssen natürlich grundsätzlich chirurgisch versorgt werden und die Möglichkeit von Tetanusinfektion, bei Wildtierbissen auch Tollwutinfektion, in Betracht gezogen werden. Besonders dann, wenn die verletzten Körperteile bläulich anschwellen und sich auffällig kalt anfühlen, ist Ledum das richtige Mittel. Das homöopathische Mittel kann aber nur zusätzlich zu den ärztlichen Maßnahmen gegeben werden.

Insektenstiche

Apis mellifica, die Honigbiene, ist das Mittel der Wahl bei Insektenstichen. Nach einem Stich kommt es meist zu einer starken Schwellung der Haut mit eventueller Rötung und brennend-stechenden Schmerzen. Apis wird in der Homöopathie auch bei anderen Erkrankungen verwandt, vornehmlich bei Krankheitsbildern, die mit Schwellungen, Pusteln der Haut einhergehen.

Verbrennungen

Cantharris vesicatoria, die spanische Fliege, kommt bei Verbrennungen ersten und zweiten Grades, also bei Rötung der Haut ohne und mit Blasenbildung zum Einsatz. Es wird als Erste-Hilfe-Mittel bei Sonnenbrand gegeben und verhindert oft die Blasenbildung. Auffallend ist der starke, fast zur Raserei treibende Juckreiz im betroffenen Hautareal. Im Gegensatz zu Rhus toxicodendron bessert Kälte die durch die Verbrennung hervorgerufenen Beschwerden.

Rhus toxicodendron, der Giftsumach, hilft bei Verbrennungen zweiten Grades, beispielsweise durch Verbrühung mit einer heißen Flüssigkeit, wenn sich ein bläschenförmiger, herpesartiger Ausschlag mit starken, brennenden Schmerzen entwickelt. Auffallend, und fast paradox, ist auch, dass Wärme die Beschwerden bessert.

Verbrühungen

Belladonna, die Tollkirsche, wird benötigt, wenn ein großflächiger Sonnenbrand vorliegt und der Körper insgesamt in einen Hitzestau geraten ist. Letzteres geschieht auch durch zu lange Hitzeeinwirkung auf den Kopf. Als begleitende Symptome sind klopfende Kopfschmerzen, Röte am Kopf und weite Pupillen kennzeichnend für Belladonna.

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