BPH-Webinar am 31. März: Mit Homöopathie durch die Wechseljahre

Am Dienstag, den 31. März um 19:00 Uhr findet das nächste kostenlose BPH-Webinar in Kooperation mit Feloida, Institut für klassische Homöopathie, statt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Die Wechseljahre können einen erheblichen Einschnitt im Leben einer jeden Frau darstellen. Plastisch wird einem vor Augen geführt, dass man keine Kinder mehr bekommen kann und man in einen neuen Lebensabschnitt eintritt. Um das 50-te Lebensjahr kommt es zu hormonellen Veränderungen und die Periodenblutungen fallen aus. Ungefähr einem Drittel aller Frauen bereiten die Wechseljahre keinerlei Beschwerden, während bei einem weiteren Drittel der über 50-jährigen leichte Probleme auftreten. Das letzte Drittel ist von stärkeren Beschwerden geplagt, die häufig eine Therapie notwendig machen.

In anderen Kulturkreisen, wie z.B. in Japan sind die damit verbundenen Probleme weitgehend unbekannt. Dies wird der sojahaltigen Ernährung in Japan zugeschrieben, durch die hormonähnliche Substanzen zugeführt werden. Einen ähnlichen Effekt könnte man bei uns dadurch erreichen, dass Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen vermehrt auf dem Speiseplan stehen.

Die verschiedenen Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre lassen sich in verschiedene, einander überschneidende Phasen gliedern.

Prämenopause – Zeitraum von zwei bis sieben Jahren vor der eigentlichen Menopause. Die Regelblutungen werden unregelmäßig und es treten leichte Wechseljahresbeschwerden auf. Sie kündigt sich gewöhnlich durch Zyklusstörungen an: Meist sind die Zyklen verkürzt und die Blutungen stärker. Oft kommt es zu einer klimakterischen Dauerblutung. Es kann auch zu verminderten und verkürzten Regelblutungen kommen. Der Eisprung bleibt oft ganz aus.

Menopause – Letzte von den Eierstöcken gesteuerte Regelblutung, nach der keine weitere Blutung mehr erfolgt. Sie findet durchschnittlich im Alter von 51 Jahren statt.

Postmenopause – dies ist der Zeitraum nach der Menopause. Er dauert etwa 10 bis 15 Jahre und endet mit dem Eintritt ins Alter, etwa im 70. Lebensjahr.

Symptome der Wechseljahre

Meist stehen zu Beginn vegetative und psychische Symptome im Vordergrund. Im weiteren Verlauf können Veränderungen an Organen wie Eierstöcken, Gebärmutter oder Brüste hinzukommen. Die für die Wechseljahre typischen Beschwerden werden auch unter dem Begriff klimakterisches Syndrom zusammengefasst. Dazu gehören die bekannten Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Minderung der Leistungskraft, Nervosität, Depressionen, Kopfschmerzen, trockene Scheide oder Lustlosigkeit.

Die homöopathische Selbstbehandlung in der Menopause

Doch nun zu den Möglichkeiten der Homöopathie bei den unterschiedlichen Beschwerden. Natürlich sollte vor einer Selbstbehandlung ärztlich abgeklärt sein, dass keine andere Erkrankung dahinter steckt. Folgende Mittel gehören zu bewährte Indikationen, die sich zur Selbstbehandlung eignen, aber die individuelle Anamnese und Mittelgabe nach den Regeln der klassischen Homöopathie, durch einen Heilpraktiker oder Arzt nicht ersetzen.

Acidum sulfuricum

Nach den Hitzewallungen sehr erschöpft. Hitzewellen besonders im Gesicht. Dunkle Blutungen treten auf. Nervöse Hast und Erschöpfung sind zu beobachten.

Aristolochia clematitis

Klimakterische Gelenkentzündungen und bei Osteoporose. Es kommt zu stechenden und reißenden Schmerzen in allen Gelenken. Verschlimmerung durch: Ruhe. Besserung durch: Bewegung.

Belladonna

Starke Hitze mit Kopfstauungen. Auch Schlafstörungen kommen vor. Die Blutungen sind hellrot und heiß.

Cimicifuga

Wandernde rheumatische Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen. Ebenfalls ist Druckschmerz auf dem Herzen bekannt. Schlaflosigkeit durch Grübeln. Neigung zu Depressionen und Reizbarkeit mit der Angst, nicht mehr gesund zu werden. Migräne, vom Hinterkopf zu den Augen drückend, eher links. Diffuse Eierstock- oder Eileiterschmerzen, die sich quer über den Bauch ausbreiten.

Graphites

Es kommt zu Hitzewallungen, die von unten nach oben ziehen. Die Periode fällt über Monate aus. Depressionen mit gesteigerter Esslust treten auf, dabei wird schnell geweint. Das Gewicht steigt an, die Patientin glaubt, unfähig zu sein. Der Schweiß riecht sauer.

Lachesis

Lachesis ist ein typisches Frauenmittel, wobei die Beschwerden meist auf der linken Seite auftreten. Folgende Symptome können auftreten: Hitzewallungen, Schwächeanfälle, Blutungen, Traurigkeit und Weinerlichkeit, Krämpfe in der Gebärmutter, Eierstöcke schmerzen neuralgisch, übermäßiges Schwitzen, Kopfschmerzen, Zirkulationsstörungen infolge Schwäche oder Ausbleiben der Regel, Herzklopfen mit Beklemmung, Erstickungsgefühl, Gefühl von Zusammenschnürung am Herzen, Unverträglichkeit von beengender Kleidung, psychische Erregung mit Rededrang, Eifersucht, Misstrauen, autoritäres Verhalten, Depression beim Erwachen. Es kommt zu Verschlimmerung der Beschwerden durch Wärme, Sonne und morgens beim Erwachen.

Natrium muriaticum

Die Blutungen sind sehr spärlich und unregelmäßig. Gebärmuttersenkung tritt auf und es kommt zu Trockenheit der Vagina.

Pulsatilla

Mäßige Hitzewallungen, die nur im Gesicht und an warmen Orten auftreten, sind zu bemerken. Sonst ist die Frau verfroren und weinerlich.

Psorinum

Starke Hitze und Schwitzen, wie mit warmem Wasser übergossen, tritt auf. Die Periode ist zu früh, stark blutend und stark schwächend. Es kommt zu Blutandrang zum Kopf mit Nasenbluten.

Sanguinaria

Stürmische Wallungen, die von oben nach unten laufen, kommen vor. Ein heller, riechender, aggressiver Ausfluss und schmerzhaft vergrößerte Brüste können ebenfalls vorhanden sein. Die Frau sieht aus wie ein „Gemälde in Rot“. Sie ist eher korpulent. In der Nacht kann Schulter-Arm-Rheuma, meist rechts, auftreten.

Sepia

Es kommt gegen Abend zu Hitzewallungen, die aufsteigend sind. Schwächeanfälle, Ängstlichkeit und Trockenheit der Vagina sind zu beobachten. Bei kleinster Anstrengung ist die Frau „wie aus dem Wasser gezogen“.Es wird über Migräne, Schwindel und schmerzhafte Kopfhaut geklagt. Verschlimmerung tritt gegen Morgen auf, während Ruhe, Druck und Essen bessert.

Sulfur

Nachts kommt es im Bett zu Blutandrang zum Kopf mit sehr großer Hitze und anschließendem Schweißausbruch, der lindernd wirkt. Es besteht das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen. Häufig treten zu starke, lang anhaltende Blutungen auf.

Autorin: Heike Sebastian

Quelle: Guernsey, H.N., Homöopathie in Gynäkologie und Geburtshilfe, Similimum Verlag, Bielefeld 1996

Jetzt Mitglied werden im BPH.

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Font Resize