Wie ein paar Globuli eine Familie zusammen führten

Eine Allgemeinmedizinerin aus Paderborn erzählt uns hier eine kleine Geschichte über einen Säugling und seine Eltern und wie sie mit Hilfe der Homöopathie und ein paar Globuli eine verfahrene Situation klären konnte. In der Anamnese erfährt die Ärztin viel über die Familie, über Vater, Mutter, Kind – das Erzählte rundet sie durch eigene Beobachtung ab und verordnet ein und dasselbe homöopathische Mittel für Mutter und Kind.

Zu mir kommt eine junge Frau mit ihrem ersten Kind, es ist knapp sechs Monate alt. Die Mutter erzählt von ihrer Erschöpfung und auch von ihren Sehnenscheidenproblemen. Über ihr Kind berichtet sie, das es seit der Geburt unruhig ist und sich bei Berührungen oft steif macht, das es sehr wählerisch beim Stillen ist – so verweigert es die linke Brust – und lieber aus der rechten trinkt und auch da immer nur wenige Schlucke. Das Kind wirkt eher wie ein 2-3 Monate alter Säugling und zeigt in seiner Mimik deutlichste Abwehr, Unzufriedenheit und Ärger. Die Mutter erzählt, das sich der Säugling vom Vater gar nicht beruhigen lässt und auch ihr gelinge das nur hin und wieder – der Schlafmangel ist eine Ursache für die Erschöpfung. Ich bitte, das Kind kurz nehmen zu dürfen und spüre eine deutliche Abwehrspannung und werde fast misstrauisch angesehen – kein Lächeln huscht über das Kindergesicht. Ich erfahre von der Mutter, welche Probleme es in der Schwangerschaft gab, unter der Geburt und in den ersten Lebenstagen und entscheide mich, beiden dasselbe homöopathische Mittel zu geben. Wir vereinbaren, uns in zwei Tagen wieder zu sehen. Wie ausgewechselt steht die junge Familie vor mir: die Kleine auf Papas Arm, sie strahlt mich ruhig und fröhlich an. Sie kommt auf meinen Arm und kuschelt sogar ein bisschen und macht sich kaum noch steif. Nach der Mittelgabe berichtet die Mutter, gab es bei dem Kind einen sehr schmerzhaften, fast dramatischen Stuhlgang, danach sei das Kind ruhig und ausgeglichen und habe auch gut geschlafen. Sechs Tage später sehe ich die Mutter wieder, die inzwischen auch deutlich erholt aussieht. Sie erzählt, dass das Kind nach wie vor ruhig und zufrieden ist. Und ich als Ärztin bin einfach nur dankbar, glücklich und auch sehr zufrieden.

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