Gemeinsam für die Zusatzbezeichnung Homöopathie in Bayern und Berlin

Einige Landesärztekammern haben die Zusatzbezeichnung Homöopathie  aus der ärztlichen Weiterbildungsordnung bereits gestrichen. Der Nachwuchs an gut ausgebildeten Ärzt*innen wird dadurch reduziert. In Bayern steht die Abstimmung darüber im Oktober 2020 an, Berlin wird folgen. Zu einer gemeinsamen Unterschriften-Aktion rufen nun der Berliner Verein homöopathischer Ärzte (BVhÄ), der Landesverband Bayern im DZVhÄ und der BPH Patienten aus den beiden Bundesländern auf.

Unterschriftenlisten liegen bereits in vielen Praxen aus und können auch hier für Bayern und Berlin heruntergeladen werden.

“Wir können dies nicht widerspruchlos hinnehmen”, sagt Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH), und fordert sicherzustellen, “dass auch in Zukunft die Wahlfreiheit, homöopathisch gut ausgebildete Ärzt*innen konsultieren zu können, gewährleistet ist.” Wird diese Zusatzbezeichnung abgeschafft, besteht die Gefahr, dass es keine einheitliche und qualifizierte Weiterbildung mehr geben wird. Auch wird die Zusatzbezeichnung Homöopathie nach und nach von den Praxisschildern und den Webseiten der Kammern verschwinden. “Warum wird Ärztinnen und Ärzten verwehrt, sich im Namen und unter Kontrolle der Ärztekammern nach einem einheitlichen Curriculum weiter zu bilden?”, fragt sich Stromberg.

Homöopathie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, mehr als jeder zweite Deutsche hat bereits gute Erfahrungen mit dieser Therapiemethode gemacht und die Nachfrage steigt stetig. Homöopathie ist für viele Patient*innen vor allem dann eine wichtige Therapieoption, wenn die konventionelle Therapie an ihre Grenzen stößt, dies schreiben Patienten dem BPH und dies hat auch die Bertelsmann-Stiftung in ihrem Gesundheitsmonitor 2014 belegt. Patient*innen brauchen für ihre Gesundheit verlässliche Partner im Gesundheitssystem. “Die Therapiefreiheit wird von den Ärztekammern, die gegen die Weiterbildung Homöopathie votieren, massiv eingeschränkt”, sagt Meinolf Stromberg und ruft nun die Patientinnen und Patienten in Bayern und Berlin dazu auf, mit ihrer Unterschrift für die Zusatzbezeichnung Homöopathie zu stimmen.

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